Artikel getaggt mit 3 Sterne
S. J. Watson / Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Gelesen, Spannung am 11. Februar 2012
Unser Leben besteht aus Erinnerungen – doch was sind wir, nimmt man sie uns? Sind wir noch wir selbst, wenn wir uns an nichts erinnern?
Christine erlebt genau das. Jeden Morgen wacht sie auf, in einem Zimmer, das ihr fremd ist, neben einem Mann, an den sie sich nicht erinnern kann, zwanzig Jahre älter, als sie zu sein glaubte. Jeden Tag versucht sie, sich an ihr Leben zu erinnern und jede Nacht werden die Erinnerungen aufs Neue aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Christine leidet an einer seltenen Form der Amnesie, die Ärzte sind ratlos. Bis ein junger ambitionierter Arzt einen Weg findet, zu Christine und ihren verdrängten Erinnerungen durchzudringen. Doch die ersehnte Wahrheit, wie es zu ihrer Amnesie kommen konnte, birgt manches unangenehme Geheimnis …
Es war das Cover, das mich magisch anzog. Ich kann wohl froh sein, dass es in dieser Form im Laden lag und nicht in der inzwischen verbreiteteren Variante, denn das blaue Cover hätte mich das Buch wohl nicht einmal in die Hand nehmen lassen. Der Klappentext klang viel versprechend und auch der Beginn des Buches konnte mich fesseln. Was Christine erlebt, ihre Verwirrtheit, ihre verzweifelten Versuche, sich zu erinnern, dringen durch die Wahl des Präsens und die Ich-Form gut zum Leser durch, man ist quasi direkt dabei, begleitet Christine durch den Tag. Die Erinnerungen selbst werden in der Vergangenheitsform geschildert, was natürlich nur logisch ist – doch leider liegt auch genau darin die Schwäche des Buches. Der mittlere Teil besteht praktisch nur aus diesen Rückblicken und zieht sich stellenweise wie zäher Kaugummi. Meiner Meinung nach hätte hier gut gestrafft werden können, es kommen einfach viel zu viele Wiederholungen auf, die zwar Christines Lage gut verdeutlichen, den Lesefluss und v.a. die Spannung aber extrem ausbremsen. Ich hatte zwischendurch kaum noch Lust, weiter zu lesen, doch zum Glück habe ich es getan, denn zum Ende steigert sich wieder das Tempo, wird die Erzählung wieder packend und das Buch wartet mit einer fulminanten Überraschung auf.
Der erste Satz:
Das Schlafzimmer ist seltsam.
Die Grundidee des Buches ist toll, die Erzählart weist jedoch Schwächen auf, die das Ende zum Glück einigermaßen ausgleichen kann. Nichtsdestotrotz reicht es so nur für drei Sterne.

Autor: S.J Watson
Titel: Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
Originaltitel: Before I go to Sleep
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Scherz
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3651000087
Danijela Pilic / Yoga Bitch
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Biographie/ Autobiographie, Catcontent, Gelesen, Ratgeber am 20. Juni 2011
Wer “in” ist, macht Yoga. Ob nun Stars wie Madonna oder die stylishe Großstadtfrau aus Berlin. Wobei “Yoga machen” es nicht ganz trifft; manche Frauen leben Yoga. Nicht in der ursprünglichen Weise, sondern eher im durchaus weltlichen Stil, der vor allem darauf abzielt, einen knackigen Hintern und straffe Kurven zu bekommen. Dazu gehören nicht einfach nur die Asanas, sondern auch die Wahl des richtigen Lehrers, des richtigen Studios, der richtigen Klamotten, des richtigen Essens. Und wenn frau nicht aufpasst, erweitert sich das Ganze schnell hin zur Wahl des richtigen Schönheitsdoktors und sie selbst wird zur Yoga Bitch …
Yoga Bitch, die: (ugs.)
Frau über 30 auf der Suche nach ihrem perfekten Selbst. Dafür ist sie bereit, nie wieder Kohlenhydrate zu essen, chemische Peelings und Radiofrequenztherapie durchführen zu lassen und fünfmal die Woche ins Yoga zu gehen, um fit auszusehen und nebenbei noch die Erleuchtung zu erlangen.

Danijela Pivic beschreibt in dem Buch ihre eigenen Erfahrungen und die ihres Freundinnenkreises mit dem Yoga-Lifestyle. Das ist manchmal recht erheiternd, an vielen Stellen macht es jedoch nachdenklich. Der spirituelle Aspekt bleibt nahezu vollkommen auf der Strecke, dafür konzentriert sich das Buch viel mehr auf den ICH-Kult, den immer mehr Frauen in den thirtysomethings betreiben. Frau muss gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen, Erfolg im Beruf haben, Partner, Familienplanung, gutes Aussehen, gutes Auftreten und das -bitte schön- auch noch komplett im Reinen mit sich selbst, ausgeglichen und entspannt. Das stellt für die Frauen, die sich darauf einlassen, eine Überforderung dar – es ist doch auch schlichtweg übermenschlich, all diesen Dingen gerecht zu werden. Die Frage ist: Wollen wir das?
Danijela Pivic möchte das im Buch zunächst nicht. Dann leckt sie Blut und begibt sich in den Hype rund um die Selbstoptimierung, will nicht nur die überflüssigen Pfunde killen, sondern sich selbst auf das bestmögliche Maß trimmen, angefangen beim idealen Hintern über die Zahnkorrektur bis hin zur Botoxbehandlung, nur um am Ende festzustellen, dass der einzige Weg zum Glück die Zufriedenheit ist.
Ursprünglich hatte ich mir das Buch in der Annahme gekauft, es ginge wirklich intensiv um Yoga und war dann doch einigermaßen überrascht vom breiten Spektrum der “Yoga Bitch” und der Abwesenheit der eigentlichen Yoga-Philosophien.
Manche Kapitel haben mir gut, manche weniger gut gefallen.
Alles in allem berichtet das Buch doch eher von Frauen, die es sich leisten können, mal eben 200 Euro für Yoga-Hosen auszugeben und bei denen Optik und Status im Vordergrund stehen. Da zähle ich mich nicht unbedingt zu, von daher war einiges doch sehr befremdlich für mich.
Das wirklich Erschreckende war dann allerdings, dass ich mich immer wieder selbst dabei ertappt habe, bei Selbstoptimierungsschilderungen zu nicken oder für mich zu denken “Stimmt, es reicht nicht wie ich bin, ich muss besser sein”. Glücklich all jene Frauen, die von diesen Gedanken frei sind!
Ich begann unweigerlich, einige meiner Verhaltensweisen zu hinterfragen, auch wenn ich weit von dem entfernt bin, was die Autorin in ihrem Buch schildert und mich auch nicht zu dem beschriebenen Typ Frau zähle, der dem aktuellen Schönheitsideal hinterherhechelt und für die Optik auch immense Schulden in Kauf nimmt.
Besonders gut gefallen haben mir die immer wieder eingestreuten Fakten und die “Aufklärungskästchen” (so nenne ich sie einfach mal), in denen beispielsweise Unterschiede zwischen Couch Potatoes und Fitness Freaks und die Eigenarten des “Lebenswandel-Schizos” erklärt werden oder Auflistungen zum Thema “sie sagen – sie meinen” zu finden sind.
Leider wirkte der Text auf mich an vielen Stellen zu sehr distanziert, zu sachlich für eine Erlebnisschilderung.
Alles in allem ist das Buch jedoch recht unterhaltsam, hält so manchen AHA-Effekt parat und regt auch zum reflektieren und nachdenken über das eigene Leben, das persönliche Schönheitsideal und eigene Verhaltensweisen an.
Bewertung:
Drei Sterne.


Titel: Yoga Bitch
Autorin: Danijela Pivic
Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: mvg Verlag (15. November 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3868822038
Pedersoli, Carlo: Bud Spencer – Mein Leben, meine Filme – Die Autobiographie
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Biographie/ Autobiographie, Gelesen am 23. Mai 2011
Inhalt: Mein Leben, meine Filme – Die Autobiografie ist Bud Spencers spannender Rückblick auf sein Leben. An seinem 80. Geburtstag begibt sich der Schauspieler nach einem Anruf in das Hallenbad seiner Jugend, wo ein gutaussehender, unerlaubt rauchender und leicht überheblicher Schwimmsportler Anfang 20 auf ihn wartet – er selbst. Erzählerisch lässt Bud Spencer die Stationen seines Lebens für sein jüngeres Ich Revue passieren: Carlo als Kind in Neapel, die prägenden Jahre in Rom, die Zeit in Südamerika, seine Schwimmerfolge, das Studium, die Familie, die Geburt von »Bud Spencer«, die Zusammenarbeit mit Terence Hill, seine Solokarriere und die vielen Unternehmungen, mit denen er sich immer wieder selbst herausforderte.
Quelle: Schwartzkopf Verlag
Meinung:
Ich bin -wie wohl so viele andere auch- ein riesiger Fan von Bud Spencer. Ich habe seine Filme als Kind über alles geliebt und ich sehe sie auch heute noch gerne; es muss schließlich nicht immer intellektuell oder wahnsinnig anspruchsvoll sein. Manchmal tut es gut, so einen Film zu sehen, in dem die Bösen einfach böse und die Guten einfach gut sind, in dem jeder seine gerechte Strafe bekommt, ganz ohne Blutvergießen und auf amüsante Art und Weise.
Da war es ganz klar, dass ich dieses Buch direkt am Erscheinungstag in Händen halten musste.
Gelesen war es dann auch ganz schnell, allzu umfangreich ist es ja nicht und es liest sich flüssig und entsprechend flott.
Wirklich glücklich bin ich mit dem Buch allerdings nicht und das gleich aus mehreren Gründen.
Beispielsweise berichtet Pedersoli im Buch, dass er sich in seinem ganzen Leben nur zweimal geprügelt hätte und beschreibt beide Situationen – um dann im späteren Verlauf noch von dieser und jener weiteren Prügelei zu erzählen.
Mag für manche nur eine Kleinigkeit sein, bei mir stellt sich da dann aber die Frage, ob alle niedergeschriebenen Erlebnisse wirklich so glaubwürdig sind und bei einer (Auto)Biographie erhoffe ich mir doch Authentizität und keine Märchenstunde.
Dazu kommt, dass das gesamte Buch auf mich den Eindruck macht, als wäre es in Windeseile zusammengeschustert worden. Ich wurde den Eindruck nicht los, dass da jemand wirklich dringend Geld benötigt und ein paar Suchbegriffe bei Google später bestätigte sich dieser Eindruck dann leider.
So wirklich ins Detail geht Pedersoli wohl bei seinen Filmen, aber persönlich dann doch eher nicht. Es bleibt irgendwie oberflächlich, so richtig schlau werde ich aus dem Menschen Pedersoli nach der Lektüre nicht.
Was er berichtet, wirkt oft jovial, ganz nach dem Motto “Ich möchte mich ja nicht selbst loben und bin ja ein bescheidener Mensch, aber jetzt lobe ich mich doch mal”. Wobei ich mich daran gar nicht mal störe, es passt irgendwie, diesen Eindruck hat der Autor auf mich schon öfter in Interviews gemacht und ich finde das eigentlich ein bisschen typisch neapolitanisch und nicht schlimm – aber man wird eben auch nicht so wirklich schlau daraus.
Von einer Autobiographie erhoffe ich mir im Grunde, den Menschen, der da schreibt, nach der Lektüre besser zu “kennen”. Nicht nur seinen Lebenslauf, den man überall nachlesen kann, nicht nur seine beruflichen Erlebnisse, sondern eben den Menschen, auf ganz persönlicher Ebene. Das war hier leider nur sehr begrenzt der Fall. Aber immerhin weiß ich jetzt, dass Carlo Pedersoli entgegen anders lautender Gerüchte keinen Doktortitel sein Eigen nennt. Schade eigentlich, diese Legende fand ich immer ganz herzig
.
Ebenso lernt man viel über das italienische Filmbusiness, auch die Abstecher in die Musik fand ich wirklich spannend (wusstet ihr, dass die Filmmusik zu “Banana Joe” größtenteils von Bud Sencer himself stammt?) und nicht zuletzt fand ich die Zusammenstellung der Bilder auch recht gelungen.
Trotz meiner Kritikpunkte hoffe ich auf eine Art Fortsetzung, denn an meiner Verehrung für Carlo Pedersoli alias Bud Spencer hat sich auch jetzt nichts geändert und ich werde ganz sicher auch ein weiteres Buch von ihm kaufen, so es denn erscheinen sollte.
Und zum Geburtstag wünsche ich mir diese Tasse.
Bewertung:
Ich würde gerne mehr geben, aber objektiv betrachtet sind drei Sterne wirklich schon gut und mehr geht einfach nicht.

Autor: Carlo Pedersoli
Titel: Bud Spencer. Mein Leben, meine Filme – Die Autobiographie
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3862650415
Stephen Kelman / Pigeon English
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Gelesen, Roman am 8. April 2011
Ich kann furzen, dass es sich wie ein Specht anhört. Ichschwör, es stimmt.

Harri ist 11 Jahre alt und lebt noch nicht lange in London. Er stammt aus Ghana und lebt nun seit einiger Zeit mit seiner Mutter und der Schwester im 9. Stock eines Londoner Sozialbaus. Stolz ist er auf seine Turnschuhe, die er mit selbstgemalten Adidas-Streifen versehen hat, er liebt den Aufzug und seine Taube. Doch er versteht die neue Welt um ihn herum nicht. In dem Viertel herrscht ein rauer Ton, die meisten Menschen sind illegal eingewandert, niemand hat genug Geld, die Mädchen werden jung schwanger und dann wird auch noch ein Nachbarsjunge auf offene Straße erstochen – und niemanden kümmert es. Niemanden, außer Harri, der auf seine eigene Weise Ermittlungen anstellt und zu verstehen versucht, wer gut ist und wer böse, wer lügt und wer die Wahrheit sagt.
Der erste Satz:
Du konntest das Blut sehen.
Meinung:
Harri ist ein netter Junge – und er macht sich Gedanken. Das hebt ihn schon sehr von seinem Umfeld ab. Er sieht die Welt mit Kinderaugen. Klar, er ist ja ein Kind. Was er da sieht, sollten Kinder allerdings nicht zu sehen bekommen: Kriminalität, Gewalt, Gettoleben in Reinform.
Das Buch hinterlässt immer wieder ein beklemmendes Gefühl, zeigt es doch eine Welt, die zum Glück nur die wenigsten von uns aus eigener Erfahrung kennen.
Doch ist am Anfang dieser “Harri-Sprech” noch irgendwie niedlich, fand ich genau das am Ende einfach nur noch nervig; es hat mich zunehmend an die Jahre in Berlin erinnert, in denen ich “Alder!” und “Ichschwör!” viel zu oft auf der Straße und in der U-Bahn hören musste.
Daher bin ich etwas hin- und hergerissen. Thematisch hat mir das Buch gut gefallen, allerdings war die Schreibe wirklich so gar nicht mein Ding.
Bewertung:
Drei Sterne.

Da der Schreibstil vielleicht nicht jedermanns Sache ist, empfehle ich, vorab die Leseprobe zu konsultieren.
Titel: Pigeon English
Autor: Stephen Kelman
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Berlin Verlag
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3827009753
[Hörbuch] Christopher Moore / Ein todsicherer Job
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Gehört, Roman am 6. März 2011
Kurzinfo:
Eigentlich ist Charlie Asher ein recht liebenswerter Mensch: ein wenig neurotisch, vielleicht auch ein kleiner Hypochonder, aber alles in allem eher durchschnittlich. Er besitzt ein Haus, einen kleinen Laden und ist mit der hübschen Rachel verheiratet, die ihn gerade wegen seiner Normalität liebt. Charlies Welt ist perfekt, bis seine Frau bei der Geburt ihrer Tochter stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vater, sondern auch Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren. Denn er ist ziemlich sicher, dass in dem Moment von Rachels Tod neben ihrem Bett ein außergewöhnlich großer, schwarzer Mann in einem mintgrünen Anzug auftauchte …
Quelle: Audible.de
Simon Jäger ist einer der Sprecher, deren Stimmen ich als so wunderbar empfinde, dass das Buch, aus dem gelesen wird, fast schon zweitrangig ist.
Auch bei “Ein todsicherer Job” konnte er mich wieder voll und ganz überzeugen und für das Buch selbst war das von Vorteil.
Bislang kannte ich von Christopher Moore bereits “Die Bibel nach Biff” und “Der kleine Dämonenberater” und beide Bücher haben mir sehr sehr gut gefallen.
Bei “Ein todsicherer Job” bin ich mir relativ sicher, dass ich es als Buch wohl nicht beendet hätte.
Irgendwie fehlte das besondere Etwas, es hat mich nicht wirklich gepackt, obwohl die Geschichte ja eigentlich ganz witzig ist. Nicht unbedingt “ich muss Tränen lachen”-witzig, einige Sachen fand ich doch etwas flach, bei anderen Stellen habe ich mich gefragt, ob man da jetzt lachen sollte und mir etwas entgangen ist. Aber alles in allem ist die Story unterhaltsam und einige Male musste ich dann doch laut lachen.
Nun habe ich das Buch ja nicht gelesen, sondern das Hörbuch gehört, und das auch bis zum Ende. Bei einem anderen Sprecher wäre das unter Umständen nicht passiert
.
Hier geht es zum TRAILER.
Bewertung:
Von mir gibt es drei Sterne. Ich wurde angenehm unterhalten, Simon Jäger ist ein wunderbarer Hörbuchsprecher, aber das Buch an sich kam für meinen Geschmack einfach nicht an die anderen Bücher von Christopher Moore heran.

Das Hörbuch ist in ungekürzter Ausgabe bei AUDIBLE erhältlich.
Haruki Murakami / Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Biographie/ Autobiographie, Gelesen, Ratgeber am 5. Februar 2011
“Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist eine Option.”

Haruki Murakami ist für seine Romane bekannt, doch er ist mehr als Schriftsteller, er ist auch ein Läufer.
Schon die Kurzbeschreibung verrät viel von seiner Lebenshaltung:
“Für seinen Grabstein wünscht er sich die Inschrift:
Haruki Murakami 1949 – 20**, Schriftsteller (und Läufer) – zumindest ist er nie gegangen.”
In “Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede” berichtet Murakami von seiner Motivation zum Laufen, von der engen Verbindung zwischen Laufen und Schreiben, und von seinem Leben als laufender Schriftsteller. Dies geschieht in tagebuchartigen Erzählungen, in denen er sich an dieses und jenes Erlebnis erinnert und daraus Rückschlüsse über seine Geisteshaltung und seine Einstellung zum Laufen zieht. Er berichtet von seinen Läufen in Japan, Griechenland und den USA, von den Menschen, denen er begegnet, hauptsächlich jedoch von sich selbst. Seit über 30 Jahren läuft Murakami, beinahe jedes Jahr nimmt er an einem Marathon teil und stellt sich selbst in jeder Hinsicht immer wieder auf den Prüfstand.
Wer sich Tipps zum Laufen erhofft, ist mit diesem Buch falsch beraten. Murakami gibt keine Hinweise, wie man richtig oder falsch läuft, er erzählt einfach von sich selbst. Dass dieses Buch dennoch in manchen Buchhandlungen unter “Sportratgeber” einsortiert wird, finde ich etwas grenzwertig und kann daher verstehen, dass viele Lauffans von dem Buch enttäuscht sind – die Erwartungshaltung ist einfach eine ganz andere, wenn man das Buch als “Laufratgeber” aus dem Regal zieht.
Viele Leser bemängeln auch einen fehlenden roten Faden. Dem kann ich mich nicht vollständig anschließen, denn der eigentliche rote Faden ist doch Murakami selbst, es sind seine (manchmal diffusen) Gedanken. Im Buch betont er immer wieder, dass ihm erst beim Schreiben klar wird, in welche Richtung es gehen soll und genau das merkt man dem Buch auch an. Da ist kein Konzept, kein chronologischer Ablauf, keine klassische Erzählweise und kein erkennbares Ziel.
Ich fand es interessant, wie Murakami über sich selbst, sein Schriftstellerdasein und seine Liebe zum Laufen berichtet und sicher ist es ein sehr persönliches Buch, das auch philosophische Ansätze enthält. Und doch wirkt es an manchen Stellen wie zusammengeschustert und man fragt sich, sind das nun Murakamis abschweifende Gedanken oder hat er einfach verschiedene Passagen zusammenaddiert, die in unterschiedlichen Phasen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind? Ab und an driftet der Autor auch vom eigentlichen Thema zu sehr ab; andererseits sind es meist auch genau die Abschnitte, in denen er Sätze schreibt, die mir noch länger im Gedächtnis bleiben werden.
Bewertung:
Nach längerer Überlegung, bei der ich zwischen drei und vier Sternen geschwankt habe, gebe ich nun drei Sterne, einfach aus dem Bauch heraus. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, aber sicher ist es nicht Murakamis Meisterwerk und auf einer anderen Ebene als seine Romane zu bewerten. Manche Dinge werden mir lange im Gedächtnis haften bleiben, aber ich fürchte, den Großteil des Buches werde ich recht schnell nur noch nebelig in Erinnerung haben – deswegen die drei Sterne.

Autor: Haruki Murakami
Titel: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
Originaltitel: Hashirukoto ni tsuite katarutoki ni boku no katarukoto
Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: btb Verlag
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3442739455
Tom Rachman / Die Unperfekten
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Gelesen, Roman am 21. Januar 2011
Eine internationale Tageszeitung mit Sitz in Rom sieht nach 50 Jahren ihrem Ende entgegen. Der Erbe des Blattes bringt seinem Hund mehr Aufmerksamkeit entgegen als dem Unternehmen und bei den Mitarbeitern geht es infolgedessen drunter und drüber…

Was, wenn ein Zeitungserbe seinem Basset mehr Interesse entgegenbringt als dem Schicksal seines Blattes? Was wird aus der unglückseligen Ruby (alleinstehend, immer auf der Suche nach dem Mann fürs Leben)? Aus Ed, der gefeuert wird und sich an der zuständigen Sachbearbeiterin (alleinerziehend, drei Kinder und keine Zeit für die Liebe) rächt? Aus der Chefredakteurin Kathleen (verheiratet mit einem Weichei und verliebt in einen anderen)? Und aus Lloyd, der, einsam wie ein Straßenhund, aus Not eine Story erfindet und auffliegt?
Quelle: DTV
Allerorts wird “Die Unperfekten” in den höchsten Tönen gelobt. Das Buch sei ein Spiegel unserer Zeit, ein gesellschaftskritischer Gegenwartsroman, der den Niedergang der Printmedien widerspiegelt, leichtfüßig geschrieben und mitreißend.
So ganz kann ich mich diesen Lobgesängen nicht anschließen.
Das Buch liest sich leicht weg und die Stories sind auch recht amüsant. Besonders wenn man Redaktionserfahrung hat, kommt einem das eine oder andere bekannt vor.
Auch gelingt es Rachman, in den einzelnen Stories durchaus interessante Charaktere zu skizzieren und ihre höchst individuellen Reaktionen auf das sie betreffende Geschehen.
Allerdings ist da auch eine unübersehbare Oberflächlichkeit und Distanz, alles ist irgendwie unpersönlich und nüchtern.
Die Sprache ist knapp gehalten, die Sätze kurz, kein Raum für Ausschmückungen oder über das Notwendige hinausgehende Details.
Wer die minimalistische Schreibe mag (in Amerika scheint das aktuell der Literaturtrend schlechthin zu sein), der wird sicherlich angetan sein.
Mir persönlich war das dann doch etwas zu viel Abstand zu den Figuren.
Für Kurzgeschichten finde ich diesen Stil in Ordnung; im Grunde entsprechen die einzelnen Portraits auch mehr Kurzgeschichten denn einem Roman. Das Buch ist aber nun einmal als Roman konzipiert und das funktioniert in meinen Augen nicht optimal.
Damit entspricht das Buch irgendwie seinem Titel: es ist unperfekt, unrund, hat aber auch genau dadurch einen gewissen Reiz. Es ist zumindest mal etwas ganz anderes als ein klassischer Roman.
Der erste Satz:
Lloyd schiebt das Bettzeug beiseite und rennt in weißer Unterwäsche und schwarzen Socken zur Wohnungstür.
Bewertung:
Drei Sterne.

Autor: Tom Rachman
Titel: Die Unperfekten
Originaltitel: The imperfectionists
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3423248211
Kristin Rübesamen / Alle sind erleuchtet
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Biographie/ Autobiographie, Gelesen, Ratgeber am 26. November 2010
Kurzbeschreibung:
Es ist die Welt der Verdrehten. Jeden Tag schieben und schlängeln sich Menschen erwartungsvoll in Haltungen, die Tiernamen tragen wie Hund, Cobra, Fisch, stellen sich auf den Kopf und atmen durch ein Nasenloch. Was suchen sie in dieser schwindelerregenden Disziplin? Kristin Rübesamen unterrichtet seit zehn Jahren Yoga in New York, London, Berlin und hat dabei die Menschen und ihre Sehnsüchte sehr gut kennengelernt. Manchmal zu gut.Immer wenn etwas schiefläuft, tauchen Yogis auf. Noch nie war es so schick, Yoga zu üben, noch nie hat die Sehnsucht nach einem friedlichen Leben so sexy ausgesehen. Yoga ist im Westen zum Mittelstandsphänomen geworden und scheint die Antwort zu geben auf die Frage nach einem Halt in unwirtlichen Zeiten.
Yoga hat Kristin Rübesamen gelehrt, genau hinzuschauen. Yoga hat ihre Aufmerksamkeit geschärft, ihr Disziplin beigebracht und Kraft gegeben. Anderen nimmt es die Rückenschmerzen und lässt sie vielleicht zum ersten Mal mit erhobenem Kopf durchs Leben gehen. Bluthochdruck, Depressionen, Impotenz – modernes Yoga soll immer helfen.
Aber Genügsamkeit und Nähe zu Gott? Macht es die Nervösen nicht vielleicht empfindlicher, die Geknickten noch wehleidiger, die Sanften debil und die Aggressiven unerträglich? Materialisten sind auch im Yoga die größten Körperfetischisten. Hat der Westen Yoga ruiniert? Kann Yoga überhaupt das erschöpfte Selbst, wie es die Soziologen nennen, retten? Oder führt es doch zur stillen Revolution? Kristin Rübesamen erzählt von ihrem Weg von New York bis Berlin-Wedding: Warum sie anfing, im Studio um die Ecke zu üben, berichtet von ihren Lehrern und ihrer Erfahrung als Lehrerin. Sie führt uns einmal um die Welt, um dann wieder beim Geheimnis des nach unten schauenden Hundes zu landen – flüchtig, staunend und voller Respekt.
Yoga ist Entspannung? Nur was für Hippies? Falsch. Aufklärung statt Erleuchtung.
Quelle: Amazon
Meinung:
Ich lese sehr gerne Tagebücher, Autobiographien und persönliche Erzählungen und in diesem Fall war das wohl für mich und das Buch ein großer Vorteil, wenn ich mir so die Rezensionen anderer Leser anschaue. Viele ärgern sich darüber, dass das Buch sehr auf die persönliche Laufbahn von Frau Rübesamen fokussiert ist. Offenbar hat man sich da mehr allgemeine Anleitung und auch Erleuchtung erhofft
, obwohl eigentlich schon die Kurzbeschreibung diesbezüglich ausreichend Informationen liefert: Es ist die Beschreibung eines sehr persönlichen Weges und die bringt nun einmal eine sehr persönliche, bisweilen auch egoistische, möglicherweise sogar egomanische Berichterstattung mit sich.
Für mich stellt das nun so gar kein Problem dar, ich empfinde es sogar als großen Vorteil, denn bei so einem Buch erwarte ich keine Anleitung à la “Wie werde ich der perfekte Yogi”.
Ich habe Yogaerfahrung, ich mag Yoga, aber als Yogi würde ich mich nicht bezeichnen. Vielleicht auch ein Vorteil, so konnte ich lockerer an dieses Buch herangehen als so mancher verbissene Yogafan.
Halten wir also mal fest: ich fand besonders diesen tagebuchähnlichen Stil und die Reisebeschreibungen schön. Und was mir noch mehr gefallen hat, war, dass Kristin Rübesamen Yoga nicht auf Teufel komm raus VERKAUFEN will. Sie propagiert nicht, dass Yoga ALLES besser macht und das macht das Buch für mich sympathisch.
Dennoch bekommt “Alle sind erleuchtet” keine absolute Empfehlung.
Der Schreibstil macht es nicht ganz einfach, am Ball zu bleiben; manche Formulierung ist einfach zu abgehoben, zu abgedreht, zu abschweifend.
Bei manchen Dingen konnte ich nicht folgen, weil einige Einschiebungen mich so dermaßen aus dem Kontext gebracht haben, dass ich ganze Absätze mehrfach lesen musste, um den Sinn erfassen zu können.
Diverse Satzkonstruktionen sind wirklich nicht gelungen und werden bedauerlicherweise von so manchem Schreib-, manchmal auch Sinnfehler ergänzt, der nicht hätte sein müssen (wobei ich jetzt einfach mal zugeben muss, dass mich die “Verse”, die einen Körperteil bezeichnen soll, zum schmunzeln gebracht hat, der Fehler sei verziehen, der passiert den Besten
).
Wer sich also nicht von Abschweifungen und sich windenden Sätzen stören lässt und lieber tagebuchartige Erzählungen denn dröge Anweisungen liest, wer kein verbissener Yogi ist und sich einfach dafür interessiert, warum manche Menschen einen bestimmten Weg einschlagen, der wird wohl an diesem Buch sein Vergnügen haben.
Ich hatte es, auch wenn es manchmal nicht ganz so leicht war
.
Der erste Satz:
Wenn Sie genau hinsehen, werden Sie feststellen, dass ich etwas schief stehe.
Bewertung:
Ich gebe drei Sterne.

Herzlichen Dank an die Berlinverlage für dieses Rezensionsexemplar!
Autorin: Kristin Rübesamen
Titel: Alle sind erleuchtet
Gebundene Ausgabe: 347 Seiten
Verlag: Berlin Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3827009494
Gianluca Morozzi / Panik
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Gelesen, Spannung am 17. November 2010
Kurzbeschreibung:
Bologna an einem heißen Sommertag.
Im Fahrstuhl eines Apartmenthauses stecken drei Menschen fest:
Claudia, eine Studentin, die als Kellnerin jobbt, der junge Tomas, der mit seiner Freundin nach Amsterdam flüchten will, und Aldo, der ein Doppelleben führt: Denn der Familienvater ist ein psychopathischer Mörder.
Keiner hört die Rufe der Eingeschlossenen, auch nach Stunden ist noch keine Hilfe in Sicht. Die Luft im Aufzug wird immer stickiger, und die Aggression unter den dreien nimmt zu. Vor allem Aldo kann sich kaum noch beherrschen. Dann geht plötzlich das Licht aus …
Quelle: Amazon
Meinung:
Ich kann es zwar nicht mit Sicherheit sagen, aber ich glaube, das war mein erster italienischer Krimi. Und der hatte es gleich in sich!
Die Handlung klingt auf den ersten Blick vielleicht nicht so, ist aber durchaus kreativ, auch wenn ich für meinen Geschmack ein wenig zu schnell auf des Rätsels Lösung gekommen bin.
Morozzi versteht es, so fesselnd zu schreiben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Besonders die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet; sie strotzen allesamt nicht vor Sympathie und haben ihre Fehler, aber man fiebert dennoch mit – oder gerade deswegen? Man kann Tomas`Angst ebenso gut nachvollziehen wie Aldos Provokationen und seine unbeherrschte Aggression oder Claudias hilflose Wut. Die Atmosphäre ist durchweg klaustrophobisch und irgendwie erdrückend, ganz wie die Situation der Hauptfiguren.
Der Krimi hat seine Höhen und Tiefen, ist aber wirklich lesenswert (außer vielleicht für Menschen, die bereits jetzt an Fahrstuhlangst leiden
) und grenzt sich sprachlich sehr (angenehm!) von den meisten derzeit auf dem Buchmarkt vertriebenen Krimis ab.
Der erste Satz:
Ferro wäscht das Messer unter dem Wasserhahn ab.
Bewertung:
Obwohl mir Handlung, Sprache und Charaktere sehr gut gefallen haben, gebe ich nur drei Sterne. Manches hätte einfach besser ausgebaut werden können und ich bin einfach viel zu schnell hinter die Lösung gekommen. Trotzdem, wie oben schon erwähnt, ein wirklich lesenswertes Buch!

Autor: Gianluca Morozzi
Titel: Panik
Originatitel: Blackout
Broschiert: 242 Seiten
Verlag: Goldmann
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3442461585
Heike Blümner und Jacqueline Thomae / Eine Frau – ein Buch
Veröffentlicht von Grete_o_Grete in Gelesen, Geschenktipp, Ratgeber am 18. September 2010
Mein großer Bruder ist mindestens so ein Buchjunkie wie ich, nennt eine wirklich beeindruckende Privatbibliothek sein Eigen und schenkt mir mit schöner Regelmäßigkeit Bücher, die ich mir vermutlich nie selbst kaufen würde
.
Ein solches Buch ist das in drei Farben erhältliche “Eine Frau- ein Buch” (ich habe übrigens die cremefarbene Ausgabe bekommen), eine Art Ratgeber für alle nur erdenklichen Lebenslagen.
Kurzbeschreibung:
Frauen pflegen andere Vorlieben und Interessen als Männer und nicht nur das: Zwei Frauen in einem Raum können durchaus drei verschiedene Meinungen hervorbringen. Deshalb richtet sich dieses Buch an die neugierige und faktverliebte Frau. An die, die wissen möchte wie man an der Börse spekuliert und einen Striptease tanzt ohne peinlich zu wirken. An die, die sich fragt wie sie einen Heiratsantrag ablehnt oder Sterneköchin wird. Und an die, die zumindest theoretisch durchspielen will, wie man als Frau den Ironman macht, einen LKW einparkt, seine Memoiren verfasst, oder sich heilig sprechen lässt. Dieses Buch verrät mehr Geheimnisse als die beste Freundin, kümmert sich wie eine Mutter, durchschaut die Rivalin, überzeugt die Chefin, treibt an wie ein Personal Trainer, erstaunt die Anwältin und lästert wie der schwule Freund. Selbst auf die Frage in welche Handtasche sie dieses Buch stecken soll, wird jede Frau hier eine Antwort finden.
Meinung:
Das Buch ist in Abschnitte unterteilt, die so schöne Überschriften tragen wie “Die Frau zuhause”, “Die Frau mit Mann”, “Die Frau ohne Mann” oder “Die Frau und das Alter”.
In den jeweiligen Abschnitten findet man dann meist recht kurze und verständlich bis amüsant verfasste durchnummerierte Artikel.
Mein Favorit ist aus der Rubrik “Die Frau zuhause” der Artikel “Gelassen mit Spinnen umgehen”. Wobei ich auf die Info, dass man pro Haus von 200- 300 Spinnen ausgeht, wirklich hätte verzichten können. Da ich in einem Chalet wohne, kann man die Zahl wahrscheinlich locker verdoppeln und … nein, ich hör jetzt auf damit, sonst bekomm ich noch Schnappatmung.
Jedenfalls gefällt mir, wie der Artikel an die Vernunft appelliert und sehr schön sachlich wider die Spinnenhysterie argumentiert. Der Tipp mit dem Glas und der Postkarte wird nun in diesem Haus konsequent angewandt – wenn auch nicht von mir, sondern vom Mann
Leider trägt er die Spinne nicht, wie im Buch erklärt, 30 Meter vom Haus weg, aber da arbeite ich noch dran.
Nicht alle Artikel entsprechen meinen Interessensgebieten, für vieles bin ich schlicht zu wenig Tussi, aber informativ sind sie alle zu lesen und ich habe einiges dazu gelernt.
Allzu viel Tiefgang darf man allerdings nicht erwarten, aber ich glaube, das war auch nicht das primäre Bedürfnis der Autorinnen
.
Ganz davon abgesehen ist das Buch optisch sehr gelungen dank Einband, Lesebändchen und geschwärzten Seitenrändern, es liegt wirklich angenehm in der Hand und sieht im Regal sehr gut aus (ich habe in meiner Buchaufstellung in einem Regal auf jegliche Systematik verzichtet, dort stehen einfach nur die Bücher, die ich von meinem Bruder bekommen habe und ich muss gestehen, dieses Regal ist optisch wirklich das ansprechendste von allen).
Bewertung:
Die Idee hinter dem Buch gefällt mir, auch wenn man inhaltlich sicher noch einiges hätte anders machen können. Als Geschenkidee finde ich es sehr schön, selbst kaufen würde ich es mir eher nicht. Solide 3 Sterne.

Titel: Eine Frau – ein Buch
Autorinnen: Heike Blümner und Jacqueline Thomae
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3866156524













