John Connolly / Das Buch der verlorenen Dinge

John Connolly: Das Buch der verlorenen DingeInhalt:
David ist 12 Jahre alt, als seine Mutter krank wird und stirbt. Von ihr hat er die Liebe zu den Büchern geerbt und diese Liebe ist es, die ihn aufrecht hält, als sein Vater sich verliebt, heiratet und ein weiteres Kind bekommt. Zu allem Überfluss steht auch noch der Krieg vor der Tür und der Vater, der für die Regierung arbeitet, ist kaum noch zuhause. Mit seiner Stiefmutter und dem kleinen Bruder will David nichts zu tun haben, viel zu sehr hängt er noch an seiner Mutter. Er verkriecht sich mehr und mehr in seine geliebten Bücher, die zu ihm sprechen, Dinge raunen und lebendig sind. Und schließlich tritt der „Krumme Mann“ in sein Leben, Realität und Phantasie vermischen sich und David tritt die nicht immer ungefährliche Reise in ein Land jenseits der Wirklichkeit an, in dem die Märchen lebendig sind – aber nicht immer so, wie man sie bislang kannte. Dort will er seine Mutter retten und rettet letztlich doch vor allem sich selbst…

Erster Satz:

Es war einmal – denn so sollten alle Geschichten beginnen – ein Junge, der seine Mutter verlor.

Meinung:
Zunächst war ich etwas verwundert, als ich das Buch bekam, wirkte es doch auf den 1. Blick wie ein Kinder- und Jugendbuch und das ist nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre. Doch ich habe mich geirrt – es war Liebe auf den ersten Satz. Dieses Buch hat mich von Anfang an verzaubert.
Ich habe mit David gelitten, als er seine Mutter verlor, habe seinen Schmerz gespürt und den unbändigen Wunsch, seine Wirklichkeit zu ändern, ich war gemeinsam mit David wütend auf den Vater und die Stiefmutter, hatte mit ihm Angst vor dem Krummen Mann und bin mit ihm auf die Reise durch die Märchen- und Traumwelt gegangen, habe mit ihm gekämpft, bin mit ihm in den Schoß der Familie zurückgekehrt und war bei ihm, als er ein letztes Mal die Augen schloss.
Die Liebe Davids zu den Geschichten hat mir aus dem Herzen gesprochen.
John Connolly kann nicht nur wunderbar mit Worten umgehen, man merkt auch in jedem Satz, wie sehr er selbst Bücher und Geschichten liebt.
Beim Lesen dieses Buches kann man vollkommen abtauchen, eintauchen in Davids Welt und findet doch immer wieder den Bezug zum eigenen Leben.

Wertung:
Absolute Höchstnote.
Unbedingt empfehlenswert!

Titel: Das Buch der verlorenen Dinge
Originaltitel: The Book of Lost Things
Autor: John Connolly
Taschenbuch: 329 Seiten
Verlag: List Tb.
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3548609225

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2 Gedanken zu „John Connolly / Das Buch der verlorenen Dinge

  1. K. Tea Eye (@KTeaEye)

    Wow, das klingt nach einem Buch, das ich unbedingt lesen muss! Ich bin Deutschlehrerin und strecke immer meine Fühler aus nach Büchern, die meinen Schülern die Lust auf’s Lesen zurückgeben!

    Antwort
  2. Pingback: Bücher, die man gelesen haben sollte, die Fortsetzung: Eure Lieblingsbücher | Buchjunkie

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