Archiv für den Monat August 2010

Johan Theorin / Öland

Johan Theorin: Öland Inhalt:
An einem Spätsommertag verschwindet ein kleiner Junge auf der schwedischen Insel Öland. Niemand wird ihn je wiedersehen, obwohl alle nach ihm suchen.
20 Jahre später: Julia, die Mutter des Jungen hat sich niemals von dem schweren Schicksalsschlag erholt und leidet unter schweren Depressionen. Da bekommt sie einen Anruf ihres Vaters, der der festen Überzeugung ist, endlich eine Spur gefunden zu haben. Demnach hat der unheimliche Nils Kant mit dem Verschwinden des Jungen zu tun. Nils Kant ist jedoch seit vielen Jahren tot und begraben, auch wenn viele Inselbewohner der festen Meinung sind, er würde noch auf Öland umgehen.
Julia kehrt auf die Insel zurück  und macht sich auf die Suche…

Meinung:
Lange habe ich mich gegen die skandinavischen Krimis gewehrt. Schuld war Herr Mankell (der bis heute nicht wirklich mein Fall ist).
Als meine Freundin A. dann immer penetranter nervte, ich solle „Öland“ lesen, wollte ich erst Recht nicht. Reiner Trotz ;-).
Irgendwann schenkte sie mir das Buch kurzerhand und als es dann da auf meinem SuB lag und ich das ansprechende Cover sah, konnte ich nicht lange widerstehen. Außerdem ist das Buch schön dick, ich liebe dicke Bücher :-D. Ich bin nicht enttäuscht worden und seitdem höre ich tatsächlich zu 99% auf die Leseempfehlungen von A., die mich ebenfalls nur selten enttäuschen.

Johan Theorin hat die Gabe, mit seinen Worten die Insel Öland vor dem inneren Auge lebendig werden zu lassen. Ich habe bei vielen Büchern das Problem, dass ich mir die Örtlichkeiten nicht vorstellen kann – bei Theorin ist das nicht der Fall. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass, falls ich je nach Öland komme, mir einiges bekannt vorkommen wird.
Die Handlung, die Charaktere, die Atmosphäre, der Spannungsbogen- wirklich alles an diesem Buch hat mich überzeugt.
Einfach ein schöner, runder Krimi mit einem klitzekleinen Gespenster-Grusel-Faktor!

Der erste Satz:

Die Mauer bestand aus großen, runden Steinen, bedeckt von grauweißen Flechten, und war so hoch, wie der Junge groß war.

Bewertung:
Von mir gibt es für „Öland“ 4,5 Punkte.
Da Herr Theorin ja noch weitere Bücher verfasst hat (dazu an anderer Stelle mehr), spare ich mir hier einen halben Punkt, um ihm noch Steigerungspotential zu lassen 😀

Titel: Öland
Originaltitel: Skumtimmen
Autor: Johan Theorin
Gebundene Ausgabe: 446 Seiten
Verlag: Piper
Erscheinungsjahr: 2007
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3492050890

…Info am Rande…

Falls sich jemand wundert, warum bislang die positiven Rezensionen überwiegen: Mein Blog ist ja noch recht jung und es war mir wichtig, mit einigen Büchern zu starten, die mir überaus gut gefallen haben. Bedauerlicherweise gibt es natürlich auch manche, die ich einfach grauenhaft fand, bei denen ich mich sehr über die vergeudete Lesezeit und das investierte Geld geärgert habe. Ich bin ein sehr kritischer Leser (denke ich zumindest) und wenn ich mich ärgere, dann so richtig. Früher oder später kommen sicherlich auch diese Bücher an die Reihe, aber erst einmal möchte ich doch diejenigen besprechen, die mir viel Freude bereitet haben. Dies einfach nur als Info am Rande, damit nicht bei irgendjemandem der Gedanke aufkommt, ich würde alles nur gut bewerten. Dem ist nicht so. Ganz und gar nicht ;-).

Morten Ramsland / Hundsköpfe

Morten Ramsland: Hundsköpfe Inhalt:
Großmutter Bjork liegt im Sterben und möchte noch einmal die in alle Richtungen verstreute Verwandtschaft um sich haben. Auch ihr Enkel Asger, der im Ausland lebt, kehrt nach Dänemark zurück, um ihr diesen letzten Willen zu erfüllen. Während der Heimfahrt erinnert er sich an die Familiengeschichte, die vor seltsamen Gestalten nur so strotzt.
Da ist Großvater Askild, in seiner Jugend ein Schmuggler, der im KZ Sachsenhausen interniert war, im Alter ein jähzorniger Trunkenbold und nur mäßig begabter Hobbymaler, eigentlich Ingenieur, dem seine Cholerik allerdings jede Arbeitsstelle ruiniert, sodass die Familie andauernd umziehen muss. Und Großmutter Bjork, die „frische Luft aus Bergen“ in Konservendosen sammelt. Da sind Vater Niels, genannt Segelohr, der überall seine gemalten Ungeheuer hinterlässt und die beiden tättowierten Seefahrer Appelkopp und Knut. Urgroßmutter Randi, Asgers Schwester Stinne und die verführerische Cousine Signe und all die Randfiguren wie Marianne Qvist, die Liederliche Linda oder der Spundpfropfen. Und nicht zuletzt die dicke Tante, genannt Trutsche, gegen deren sexuelle Übergriffe sich der junge Asger immer wieder zur Wehr setzen muss, wenn er sich nicht grade vor den Hundsköpfen unter der Treppe fürchtet…

Meinung:
Ich habe selten eine so untypische Familiensaga gelesen.
Irgendwo zwischen Irrsinn, Komik und Tragik ist die Geschichte von Askild, Bjork, Appelkopp, Segelohr und dem Rest der Familie angesiedelt, die vom Enkel Asger quasi als Eigentherapie und Vergangenheitsbewältigung geschildert wird.
Das geschieht in einer teils chaotischen, teils unglaublich sensiblen und manchmal auch haarsträubenden Weise.
Morten Ramsland ist ein hervorragender Beobachter und kann Menschen und Situationen ganz vortrefflich skizzieren. Seine Charaktere sind nicht einfach schwarz oder weiß, sondern kunterbunt. Jeder hat sympathische, aber auch unsympathische Züge. Manchmal möchte man beim lesen einfach nur schreien (was hauptsächlich an Großvater Askild liegt), manchmal muss man schmunzeln oder lauthals lachen und an anderen Stellen wiederum fühlt man sich unwohl und ist versucht, das Buch einfach zuzuschlagen. Selten hat ein einziges Buch so viele verschiedene Eindrücke bei mir hinterlassen und ich habe unheimlich viel über die Nachkriegszeit in Skandinavien gelernt.

Der erste Satz:

Irgendwo in Ostdeutschland läuft mein Großvater über eine Ebene.

Bewertung:
Das Buch bekommt von mir 4 Sterne, weil es wirklich außergewöhnlich ist. Den Punkt Abzug gibt es eigentlich nur, weil man zeitweise ein wenig mit den vielen Familienmitgliedern überfordert ist; an manchen Stellen hätte es für meinen Geschmack ein bisschen weniger chaotisch sein dürfen. Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch!
Nicht umsonst wurde „Hundsköpfe“ im Jahr 2005 zum dänischen „Buch des Jahres“ gewählt und erhielt auch den Buchhändlerpreis „Goldener Lorbeer 2005“ sowie den „Preis der Leser 2005“.

Titel: Hundsköpfe
Originaltitel: Hundehoved
Autor: Morten Ramsland
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Schöffling
Erscheinungsjahr: 2005
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3895614200

Neugierig auf… „Verbrechen“ und „Schuld“ von Ferdinand von Schirach

Als wenn Maren mich mit ihrer Rezension zu „Verbrechen“ nicht schon genug angefixt hätte (Maren, wann kommt denn die zu „Schuld“? Ich bin doch neugierig 😉 ), dieser kleine Bericht hat mich jetzt wirklich fast so weit, gegen mein eisernes Spargebot zu verstoßen und beide Bücher zu erwerben.

Markus Zusak / Die Bücherdiebin

Markus Zusak: Die Bücherdiebin
Inhalt:
Liesel ist erst neun Jahre alt, als sie zu ihren Pflegeeltern, Hans und Rosa Hubermann, nach Molching kommt. Es ist Krieg. Ihr Bruder Werner, ihre Mutter und ihr Vater sind tot.
Hans Hubermann wird Liesel zu einem liebenden Pflegevater und auch seine Frau Rosa kann ihr Herz gegenüber dem Mädchen nicht verschließen, gibt jedoch die strenge Hand.
Liesel findet in Rudi einen Freund, den besten. Und auch Max, der Jude, den die Hubermanns im Keller verstecken, wird zum Vertrauten.
Genauso wie die Bücher, die Liesel lieben und irgendwann auch stehlen lernt, als Ausgleich für all das, was sie schon verloren hat und was sie entbehren muss.
Und während all dem ist der Tod ihr ständiger Beobachter und selbst er schließt Liesel in sein Herz…

Meinung:
Normalerweise weine ich nicht bei Büchern, ich bin ja keine Heulsuse. Ok, als Teenie hab ich bei „Die Leiden des jungen Werther“ Rotz und Wasser geheult, aber das waren eher die Hormone als alles andere.
Bei der Bücherdiebin -ich gebe es ganz offen zu- habe ich geweint.
Die Geschichte ist einfach nur wunderschön.
Der Tod ist ihr Erzähler, Liesel die Hauptfigur und es fällt schwer, beide nicht ins Herz zu schließen, genau wie all die anderen Hauptpersonen.

Dabei ist die Thematik eher bedrückend: ein kleines Mädchen, das so viel verloren hat, in so einer schwierigen Zeit, im Krieg.

Doch Markus Zusak gelingt es, in diesem Buch vor allem von der Liebe zu erzählen.
Der Liebe zu den Menschen, die einem am Herzen liegen, der Liebe zu den Büchern, die einem durch schwere Zeiten helfen können.
Das ganze in eine einfache Sprache verpackt, die das Buch für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen angenehm lesbar macht, ohne ins Flache abzudriften oder kitschig zu werden.
Und so legt man das Buch irgendwann weg – traurig, weil es zu Ende ist, und doch irgendwie mit einem warmen, wohligen Gefühl im Bauch.

Dieses Buch scheidet die Geister. Vielen habe ich es empfohlen und dabei gemerkt, dass man es offenbar entweder liebt oder verabscheut; dazwischen gab es nichts, keine Grautöne. Das sieht man auch an den Rezensionen, die im Internet zu finden sind. Die einen befremdet es, dass der Tod als Erzähler einer Geschichte fungiert. Die anderen, mich (und wie man sehen kann auch meine Lesekatze) eingeschlossen, berührt es zutiefst.

Bücherdiebinkatze

Und weil ich diesen Videobeitrag einfach gelungen finde, anstatt weiterer Worte:

Und hier ein (englischer) Trailer, den ich auch sehr gelungen finde, den ich allerdings nur als Link reinsetze, weil mir sein „Standbild“ ganz und gar nicht gefällt und ich so etwas nicht auf meinem Blog sehen möchte: The Book Thief Trailer

Der erste Satz:

Zuerst die Farben.

Bewertung:

Titel: Die Bücherdiebin
Originaltitel: The Book Thief
Autor: Markus Zusak
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3764502843

Uta Treder / Die Alchemistin

Uta Treder: Die AlchemistinDieses Buch ist anders als alle anderen.
Wer auf seichte, schnell zu konsumierende Lektüre steht, der kann direkt die Finger von der „Alchemistin“ lassen!

Uta Treder berichtet in ihrem Büchlein vom seltsamen Geschehen in einer wissenschaftlichen Bibliothek.
Die Geschichte spielt in den 1980ern, von Computern und Internet ist man also noch weit weg und Bücher und Handschriften spielen die größte Rolle.
In dieser Bibliothek treffen verschiedene Charaktere aufeinander:
Fiona, die irgendwie durchgeknallt ist und ständig aus dem Fenster springt, das Leben einfach leicht nimmt, über barocke Pferdeballete schreibt und immer mit den Türen knallt.
Der geistig etwas desolate Anthanasius-Kircher-Forscher, ein Kleingeist und Fachidiot vor dem Herrn.
Maren Söderbaum, die Theologie studiert und mit ihrem Lächeln wildgewordene Affen bändigt.
Maria, die schweigsame, aber begnadete Köchin aus Italien.
Die zurückgezogene Miriam aus Israel.
Der kränkelnde polnische Professor und der nervöse Schweizer Uhrenforscher.
Und natürlich die Ich-Erzählerin, deren Namen man erst auf der letzten Seite erfährt: Adriana.

Jene findet eines Tages zwischen ihren Handschriften ein Manuskript, unterzeichnet von „Maria, der Jüdin“ und beginnend mit den Worten:

In einem dunklen Wald wohnte ein Ungetüm. Es war sehr un, ungemein un, Tag und Nacht unangemessen un. Und es tümte. Es tümte ungebührlich.

Und damit beginnt ein wildes Verwirrspiel. Immer wieder tauchen neue Geschichten auf und niemand will dafür verantwortlich sein, obwohl sie doch immer wieder Bezug zu allen Menschen in der Bibliothek haben.

Wer steckt hinter den Manuskripten, die wirre Geschichten aus längst vergangenen Zeiten schildern? Warum spielt immer wieder der Name „Maria“ in all seinen Variationen die Hauptrolle und wieso die ständigen biblischen Anspielungen?
Und was haben die anderen Bibliotheksnutzer damit zu tun?
Die Situation gerät außer Kontrolle und irgendwie ist ohnehin alles anders, als man vermuten würde…

Der erste Satz:

Es regnete.

Uta Treder spielt in diesem Buch mit der Sprache. Sie jongliert mit Worten, sie verschafft ihnen neue Bedeutungen, sie trennt sie voneinander und erklärt so ihren Ursprung; alles ist anders, als es an der Oberfläche zu sein scheint.
Das macht dieses Buch außergewöhnlich und schafft Bewunderung für die Autorin, für die Worte so viel mehr sind als eine simple Aneinanderreihung von Buchstaben.

Das Buch ist nicht leicht zu lesen.
Immer wieder muss man inne halten, nachdenken, sacken lassen. Auch mal zurück blättern, sich neu sortieren, die Worte neu sortieren, im Hinterkopf nach Wissen suchen, um verstehen zu können. Vielleicht sogar mal etwas nachschlagen.
Dieses Buch ist nicht simpler Lesekonsum, es ist eine Anregung für die grauen Zellen und ein Genuss für jeden, der das Spiel mit der Sprache liebt.

Titel: Die Alchemistin
Autor: Uta Treder
Gebundene Ausgabe: 169 Seiten
Verlag: Insel Verlag
Erscheinungsjahr: 1993
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3458165071

[Hörbuch] Philip Ardagh/ Die Eddie Dickens Trilogie

Philip Ardagh: Die Eddie Dickens Trilogie Inhalt:
Die Geschichte spielt irgendwann um die Mitte des 19. Jahrhunderts.
Der 13jährige Eddie Dickens hat es nicht leicht. Seine Eltern leiden an einer seltsamen Krankheit, aufgrund derer sie ganz gelb sind und wellig an den Rändern und auch noch nach alten Wärmflaschen riechen. Sie dürfen nur dreimal am Tag das Bett verlassen und die Behandlung besteht darin, dass sie schwitzen und ganze Zwiebeln kauen müssen.
Damit er sich nicht ansteckt, wird Eddie kurzerhand aus dem Haus geschafft und soll mit seinem Wahnsinnigen Onkel Jack und dessen Frau, der Wahnsinnigen Tante Maud zu deren Haus fahren, das auf den schönen Namen Schlimmes Ende hört. Die Wahnsinnige Tante Maud und der Wahnsinnige Onkel Jack  heißen nicht etwa so, weil sie wahnsinnig sind; sie heißen eben so: der Wahnsinnige Onkel Jack und die Wahnsinnige Tante Maud. Wahnsinnig sind sie aber dennoch, wie eigentlich alle in dieser Geschichte, mal abgesehen vom armen Eddie. Der Wahnsinnige Onkel Jack reist ausschließlich festgebunden auf das Kutschdach und reitet mit seinem Pferd auf die Toilette, während die Wahnsinnige Tante Maud ihre ganze Aufmerksamkeit dem ausgestopften Wiesel Malcolm widmet. Oder Sally. So genau weiß man das nämlich nicht, ob das Wiesel nun Malcolm oder Sally heißt, das kommt ganz drauf an, ob man den Wahnsinnigen Onkel Jack oder die Wahnsinnige Tante Maud fragt.

Auf ihrer Reise begegnen sie den unmöglichsten Gestalten, Eddie muß ins Waisenhaus und auch, nachdem Eddies Eltern endlich wieder gesund sind, wird die Sache nicht besser. Denn bedauerlicherweise ist der Grund für ihre Genesung ihr in Flammen stehendes Haus und so zieht die Familie dauerhaft ins Schlimme Ende – und der Wahnsinn geht erst richtig los…

Meinung:
Eigentlich habe ich mir das Hörbuch nur gekauft, weil Harry Rowohlt das Buch übersetzt hat und es auch noch liest, ach was, schauspielert (ich bin ein riesiger Fan von ihm!). Dass dabei dann eine so skurrile, aberwitzige und unglaublich unterhaltsame Geschichte raus gekommen ist, nenne ich einen wahren Glücksfall! Zumindest für mich, denn ich mag es durchaus mal skurril. Wie man anhand der Rezensionen zum Buch allerdings sehen kann, gehen da die Meinungen durchaus auseinander 😉


Bewertung:

Ich habe mich im wahrsten Sinne des Wortes wahnsinnig gut unterhalten gefühlt und kann das Hörbuch wirklich nur weiter empfehlen – vorausgesetzt, man ist im Geiste und Herzen jung geblieben und Willens, sich mal auf etwas anderes einzulassen  😀

AN-HÖ-REN!!!

Titel:Die Eddie Dickens Trilogie: Schlimmes Ende – Furcht erregende Darbietungen – Schlechte Nachrichten [Audiobook]
Originaltitel:The Eddie Dickens Trilogy: Awful End – Dreadful Acts – Terrible Times
Autor: Philip Ardagh
Gelesen von: Harry Rowohlt
Verlag: cbj audio
ISBN-13: 978-3837102628