Archiv für den Monat September 2010

Huch, ein Blog-Award

Da ich leider nach wie vor in meinem WordPress-Dashboard nicht angezeigt bekomme, wann mich jemand verlinkt, habe ich erst jetzt (freier Tag = gemütliches Stöbern in meinen Lieblingsblogs) festgestellt, dass mich Lariel vom Parallele Welten- Blog für einen Blog-Award (meinen ersten) nominiert hat :-).
Vielen Dank dafür!

Verbunden ist der Award mit zwei kleinen Aufgaben: Nenne 10 Dinge die Du magst und prämiere 10 Blogs.

Hm, ich kann nun nicht so ganz genau nachvollziehen, wer überhaupt bei solchen Awards mitmacht, Interesse daran hat und vor allem diesen noch nicht erhalten hat. Auch finde ich es wahnsinnig schwierig, jetzt aus all meinen Lieblingsblogs 10 rauszupicken. Am liebsten möchte ich meine gesamte Blogroll nominieren und darum nenne ich jetzt auch niemanden explizit, aber wer mag, darf sich angesprochen fühlen, ihr seid alle toll :-).

10 Dinge, die ich mag:

1. Alle meine Lieben (ich fasse das jetzt mal als einen Punkt zusammen, denn sonst sind alle 10 schnell ausgefüllt): meinen Mann ♥, meine Eltern, meine Katzen, meine Freunde, sogar meine Geschwister 😉
2. Bücher
3. Geschichte
4. das Wasser (Meer, Seen, Flüsse, ich liebe einfach alle Gewässer)
5. Trailrunning
6. Motorräder und als einzige Roller-Ausnahme meinen 1963er Troll
7. die Berge
8. Mecklenburg
9. Tierschutz allgemein und ganz speziell die Aktion „Willkommen Wolf“, bei der ich auch einen Patenwolf habe
10. Schokolade

Bentley Little / Unheil

Klappentext:
Sie suchen Ruhe und Erholung? Dann ist das Reata der perfekte Ort für Ihren Urlaub. Unser gemütliches Resort liegt mitten in der Wüste von Arizona, ruhig und abgeschieden. Ein wahres Paradies für Familien mit Kindern! Leider hat es in letzter Zeit ein paar tödliche Unfälle gegeben. Stören Sie sich auch nicht daran, dass gelegentlich Gäste spurlos verschwinden. Für den Fall, dass Sie Blutflecken auf dem Teppich in Ihrem Zimmer entdecken, verständigen Sie bitte unser Reinigungspersonal. Und dann ist da noch dieses Ding im Pool. Sollten Sie irgendwann der letzte Gast in unserem Hotel sein, denken Sie daran: In der Wüste hört Sie niemand schreien …

Meinung:
Ich hab jetzt einfach mal wieder beim Inhalt auf den Klappentext zurückgegriffen, denn anderenfalls hätte ich doch die Befürchtung gehabt, womöglich etwas mehr vom Geschehen zu verraten als der Spannung dienlich ist ;-). Und Spannung gibt es in diesem Buch wirklich zur Genüge!
Vorweg: Wer zartbesaitet ist, sollte die Finger von dem Buch lassen, denn einige Passagen sind wirklich brutal bis eklig und damit wirklich nur etwas für wahre Horror-Thriller-Fans ;-).
Nach langer Zeit habe ich endlich mal wieder eine Nacht durchgelesen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weiter geht und weil ich die Gänsehaut und das Gruselgefühl wirklich genossen habe. Bentley Little weiß es wirklich, einen Spannungsbogen aufzubauen und vom alltäglich-spießigen Anfang in ein haarsträubendes Ende zu führen.
Die ersten drei Viertel des Buches dominieren in meinen Augen, was vielleicht daran liegt, dass Little dort zunächst auf Grusel und Psychospielchen setzt. Allzu brutal ist es in diesem Teil des Buches noch nicht, vieles wird der Fantasie überlassen und genau das ist es, was mir die dicke Gänsehaut verschafft hat.
Das letzte Viertel lässt dann doch massiv nach, es wird recht blutig, auch eklig und der angenehme Grusel ist bei mir weg gewesen, vieles war einfach ein bisschen too much.
Schade eigentlich.

Der erste Satz:

„Wo zum Teufel ist diese Ferienanlage?“, fragte Lowell.

Bewertung:
Ohne das etwas nachlassende Ende wären es glatte vier Sterne gewesen, aber so habe ich mich jetzt für 3,5 Sterne entschieden.

An dieser Stelle noch ein Hinweis zur Videorezension von Daniel, dem Papiertouristen, die sehr mit meiner Meinung zum Buch konform geht:

Titel: Unheil
Originaltitel: The Resort
Autor: Bentley Little
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3404164059

Esmahan Aykol / Hotel Bosporus


Kurzbeschreibung/ Klappentext:
Deutsche trinken Bier.
Und Türken essen Kebap.
Kati Hirschel kämpft jeden Tag gegen solche Klischees.
Seit 13 Jahren betreibt sie in Istanbul ihren Krimibuchladen, und noch immer fallen die Türken in Ohnmacht, wenn sie lacht – Deutsche lachen nicht.
Kati Hirschel lässt sich aber nicht festnageln.
Kein Wunder, wächst sie auch über ihre Rolle als Krimibuchhändlerin hinaus und wird zu einer charmanten Detektivin.
Hotel Bosporus ist ein Roman, in dem deutsch-türkische Vorurteile mit voller Wucht aufeinanderprallen und mit Leichtigkeit und Humor vom Tisch gefegt werden; ein Roman, in dem es um internationale Verbrechen, aber auch grenzüberschreitende Freundschaft geht.

Quelle: Amazon

Meinung:
Auf die Autorin und ihre Kati-Hirschel-Reihe aufmerksam gemacht hat mich Manu von Lesefieber.ch, die mir netterweise auch das 3. Buch aus der Reihe geschenkt hat.
Um so schwerer fällt es mir, nach diesem Buch erstmal zu sagen: Kati Hirschel und ich sind bis jetzt keine Freunde geworden.

In einer Rezension bei Amazon schrieb eine Rezensentin, dass man das Buch besser nicht zur Hand nehmen solle, wenn man einen klassischen Krimi erwartet. Dem möchte ich mich anschließen.
Die Handlung ist zwar nicht uninteressant, aber Spannung sucht man vergebens.
Darum geht es vermutlich auch weniger, sondern um die kulturellen Unterschiede zwischen der Türkei und Deutschland, um die Atmosphäre in Istanbul und das Leben dort. Jener Teil scheint mir auch recht gut gelungen, ich bekam beim Lesen ein Bild von der Stadt. Aber als einen Krimi würde ich das Buch auch nicht unbedingt bezeichnen wollen.

Eine andere Rezensentin schrieb, dass sie sich frage, was Berlin der Autorin angetan habe, dass sie so ein Bild von der Stadt entwirft.
Auch in dem Punkt möchte ich mich anschließen.
Ich habe fast ein Jahrzehnt in Berlin gelebt und behaupte einfach mal, das Leben dort einigermaßen gut zu kennen.
Auch die Autorin, so steht es zumindest in ihrer Biographie, lebt zumindest teilweise in Berlin.
Bei mir kam beim Lesen die Frage auf, ob es sich dabei um ein anderes Berlin handelt, denn in meinem Berlin laufen nicht nur „hässliche Enten“ herum, sind die Menschen nicht allesamt ungepflegt und sind auch nicht die einzigen attraktiven Wesen der Stadt die Türkinnen der 3. Generation. In meinem Berlin gibt es verdammt viele Kosmetikstudios und die werden sicherlich nicht nur von Türkinnen aufgesucht ;-). Ich will Berlin jetzt gar nicht in den Himmel loben, die Stadt hat viele Macken und Probleme, aber was in „Hotel Bosporus“ vermittelt wird, entspricht einfach nicht meinem Berlin-Bild und stellt die Stadt in ein schlechtes Licht.
Im Buch sind noch weitere wenig schmeichelhafte Aussagen über Deutsche zu finden, die sicherlich ein guter Maßstab für die Außenansicht auf Deutschland sind (man könnte es auch Vorurteile nennen), die man aber, wenn sie einer deutschen Protagonistin in den Mund gelegt werden, doch eher mit einer hochgezogenen Augenbraue liest. Das ging zumindest mir so.

Eine türkische Rezensentin schreibt, Esmahan Aykol wolle provozieren, tue dabei aber gleichzeitig dem türkischen und dem deutschen Volk Unrecht.
Ich weiß nicht, ob ich es so krass ausdrücken würde, zumal ich die türkische Sichtweise nicht beurteilen kann.
Aus diesem Grund habe ich das Buch einer Freundin von mir geschickt, einer in Berlin lebenden Türkin, und bin schon sehr gespannt auf ihre Meinung (die ich dann sicherlich auch hier im Blog ergänzen werde).
Ob das Buch provokativ sein soll… auch da bin ich unentschlossen.
Für mich reihen sich stereotype Charaktere und Geschehen aneinander und ich bin einfach nicht sicher, ob das Provokation sein soll oder die Meinung der Autorin.
Ihre Schreibe gefällt mir, doch mit dem Inhalt hadere ich.
Diesbezüglich lässt mich das Buch sehr verwirrt zurück und ich sehe mich praktisch gezwungen, auch die nächsten beiden Kati-Hirschel-Romane (die ich eh hier liegen habe) zu lesen, um ein eindeutigeres Bild zu bekommen.

Der erste Satz:

Wie eine Irre fahre ich in der Gegend herum.

Bewertung:
Die Schreibe ist gut, der Inhalt wirft bei mir Fragen auf, einen Spannungsbogen habe ich vergeblich gesucht. Deswegen nur zwei Sterne.

Titel: Hotel Bosporus
Originaltitel: Kitapci Dükkani
Autorin: Esmahan Aykol
Taschenbuch: 287 Seiten
Verlag: Diogenes
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3257234435

Paul Cleave / Die Stunde des Todes – 2. Versuch

Dieses Buch hatte ich bereits einmal unter der Kategorie „Weggelegt“ erwähnt.

Nun habe ich es ein zweites Mal damit versucht.
Ich war in Thriller-Laune und dachte, ok, geb ich ihm eine zweite Chance, vielleicht passen das Buch und ich ja jetzt zusammen.

Fazit: nein.
Erneut bin ich nicht über Seite 100 hinaus gekommen  und bleibe bei meiner ersten Einschätzung.
Dieses Buch ist einfach nur grauenhaft und wer Cleaves Erstling „Der siebte Tod“ kennt, kann einfach nur maßlos enttäuscht werden.

Null Sterne, und um noch einmal zu einem Paul Cleave zu greifen, muss wirklich etwas sehr überzeugendes daher kommen. Unfassbar, wie ein Autor so extrem nachlassen kann, war sein Erstling etwa doch nur reine Glückssache? 😦

Ulrich Holbein / Narratorium

Heute möchte ich ein weiteres Buchgeschenk meines großen Bruders vorstellen, erneut aus der Abteilung „hätte ich mir nie selbst gekauft“. Allerdings kann ich gleich vorweg sagen: dieses Buch ist wirklich toll und ich bin sehr froh über dieses Geschenk. 🙂

Kurzbeschreibung:
Kein Jahrgang ohne Klassenkasper, kein Kartenspiel ohne Joker, keine Regel ohne Ausnahme – Narren kommen in den besten Familien vor. In seinem aberwitzigen Kompendium der Narretei sammelt Ulrich Holbein die unglaublichen Lebensgeschichten von 555 lebenden und toten Persönlichkeiten. Er läßt unterschätzte Übermenschen aus den Nebeln der Weltgeschichte hervortreten und wirft neues Licht auf weltberühmte Heilige wie Franziskus von Assisi oder den Dalai Lama. Die Viten von Laozi, Kaspar Hauser, Peter Handke bis hin zu Osama bin Laden bieten Stoff für dieses hochamüsante und welthaltige, alphabetisch geordnete Erzählwerk. Ein gigantomanisches Sammelsurium kultureller Kuriosa, in dem sich Prinz Charles neben Sexguru Osho, Mohammed Ali neben Nina Hagen und Papst Benedikt XVI an der Seite von Till Eulenspiegel findet. Ein unverzichtbares Nachschlagewerk für alle Liebhaber kurioser Enzyklopädien, eine von Wissen strotzende Subsumierung der Torheiten und Genialitäten der Weltgeschichte, mit Geist und Witz erzählt von einem der hellsten Köpfe unserer Zeit.

Quelle: Amazon

Meinung:
Wie bei vielen Buchgeschenken meines Bruders war ich erst einmal stutzig. Narratorium? Was soll das sein? Ein lustiges Wortspiel? Ein Lexikon über Narren? Und wenn ja, wer kann da schon drin vorkommen, Till Eulenspiegel vielleicht?

Das Aufschlagen des Buches hilft dann schon weiter, denn im Vorwort erklärt sich der Autor ein wenig:

Kleine Narrenkunde für Anfänger: Die Welt wimmelt von Normalnarren und Extremnarren, und zwar jede Welt. Hinzu kommen Scheiche, Spinner und Schelme, und nicht zuletzt Oberspinner und – viele andere Sorten und Typen. Öffnest du einem die Tür, kommen 333 herein!

Gleichzeitig zeigt Holbein die Schwierigkeit der Abgrenzung zwischen Genie und Scharlatanerie auf und vergisst auch nicht, auf den Spiegel zu verweisen, in den man ab und an gucken sollte, eh man sein Urteil über die Narren und Spinner fällt.

Ums mal so zu sagen: Nach dem Vorwort ist man sich eigentlich direkt sicher, dass der Autor selbst einen Artikel in seinem Buch verdient hätte, allein schon für die Selbstbezeichnung als Wolkenkuckuck ;-).
Das ist durchaus positiv gemeint, denn wie sähe die Welt ohne diese Extremcharaktere aus, die einem doch durch ihr seltsames Verhalten immer mal wieder alles in den rechten Blickwinkel rücken, schockieren, aber auch amüsieren und irgendwie der Farbtupfer im grauen Einheitsbrei sind?

Die Auswahl der „Narren“ ist dann auch etwas überraschend, denn wer hätte schon auf Anhieb Ernst Bloch oder Elisabeth Kübler Ross zu jenen gezählt? Nach Lektüre der jeweiligen Artikel wird aber schnell klar: Narr ist, wer anders ist, wer was bewegt, wer extrem agiert (egal, ob menschenfreundlich oder menschenfeindlich), zumindest bei Holbein. Narr ist, wer die Welt verändert. Und dazu zählt laut Holbein ein Bloch ebenso wie ein Dieter Bohlen, ein Lessing wie ein Osama bin Laden oder der Dalai Lama.

Die Artikel selbst sind manchmal nicht so ganz verständlich geschrieben, bei vielen werden Vorkenntnisse vorausgesetzt und manchmal ist die Sprache des Autoren so fantasievoll, dass man dem Gedankengang nicht auf Anhieb folgen kann; an anderen Stellen ist die Wortwahl recht derbe, sodass man vielleicht beim Lesen des „Narratoriums“ nicht unbedingt Nahrungsmittel konsumieren sollte, die Flecken hinterlassen (ich bin selbst beim Artikel über Gerhard Polt zum Lama mutiert, an dieser Stelle eine ernstgemeinte Entschuldigung an meinen leidgeprüften Mann 😉 ).
Gespickt mit Aussagen anderer über die Person, Selbsteinschätzungen, Zitaten und einem Haufen Ironie macht die Lektüre aber auf jeden Fall Spaß und der eine oder andere BILD-Redakteur dürfte freudig überrascht gewesen sein, in einem „Nachschlagewerk“ zitiert zu werden ;-).

Die Aufmachung des fast zwei Kilogramm schweren „Narratorium“ ist ebenso massiv wie der Inhalt: Hardcover mit fantasievoll gestaltetem Schutzumschlag (auf der Rückseite findet sich eine Auswahl der im Buch enthaltenen Narren), Lesebändchen, hochwertiges Papier, viele Bilder.
Der Preis des Buches ist mit derzeit 39,90€ recht stolz – wahrscheinlich der Hauptgrund, warum ich es mir nicht selbst gekauft hätte.
Wer jedoch das Geld hat und sein Bücherregal mit einem außergewöhnlichen Nachschlagewerk schmücken möchte, der kann hier beherzt zugreifen.

Bewertung:
Ich gebe dem „Narratorium“ vier Sterne. Das Lesen hat Spaß gemacht, das Buch ist immer mal für zwischendurch sehr gut geeignet (am Stück lesen wird es wohl kaum jemand), aber ein paar Narren habe ich doch vermisst, während mir bei einigen wohl einfach auch das Vorwissen gefehlt hat und ich mit vielen Fragezeichen über dem Kopf erst einmal Wikipedia bemühen musste – aber so lernt man immerhin etwas dazu ;-).

Titel: Narratorium
Autor: Ulrich Holbein
Gebundene Ausgabe: 1008 Seiten
Verlag: Ammann Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3250105237

Anonymus / Das Buch ohne Namen

Inhalt:
Ein Buch ohne Titel und ohne Autor tötet jeden, der es liest.Ein geheimnisvoller blauer Stein ist plötzlich verschwunden – und alle suchen ihn.In Santa Mondega bricht die Hölle los – im wahrsten Sinne des Wortes.Eine Sonnenfinsternis wird Santa Mondega bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird es blutig werden. Blutiger als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: The Bourbon Kid.

Quelle: Amazon

Meinung:
Dieses Buch ist ungemein umstritten: entweder mag man es oder man hasst es, dazwischen scheint es keine Meinungen zu geben.

Nun lese ich nicht so wahnsinnig viele Fantasy-Romane und habe auch nicht viel mit Vampiren, Werwölfen und Dämonen am Hut. Auch ist der Stil des Buches stellenweise… naja, zur hohen Literatur kann man es nicht zählen und sicherlich ist die Story nicht arm an Klischees, das will ich gar nicht abstreiten. Böse Zungen sagen ja, der Autor sei sich der Minderwertigkeit seines Buches bewusst und hätte deswegen nicht seinen Namen veröffentlicht 😉 (dazu gibt es übrigens im Nachfolgeband „Das Buch ohne Staben“ ein sehr schönes Zitat, über das ich schallend lachen musste :-D)
Aber: Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und viel gelacht!
Denn das Buch enthält eine ganze Menge Komik, die allerdings wohl nicht jedem auffallen dürfte.

Wer zu ernst an die Sache ran geht und zu viel erwartet, der sieht sich sicherlich enttäuscht.
Bei mir war das Gegenteil der Fall.
Hätte ich im Vorfeld gewusst, dass in diesem Buch, das zu Beginn mit Western-Charme daher kommt und bei dem man anfangs gar nicht weiß, in welcher Zeit es denn nun spielt, irgendwann auf einmal Vampire auftauchen, hätte ich das Buch wohl nie gelesen. So aber war ich angenehm überrascht, dass Vampire heutzutage in der Literatur auch unverkitscht dargestellt werden können und dass ein Buch in der Lage ist, mir eine Art literarisches „From dusk till dawn“ zu liefern.
Das Buch ist blutrünstig, auch das kann man nicht leugnen.
Wer sich also nicht für Filme von Rodriguez oder Tarantino begeistern kann, wer Bücher von Laymon und King nicht mag, der wird sich wohl auch nicht für „Das Buch ohne Namen“ erwärmen können.
Alle anderen aber werden hoffentlich genauso viel Spaß beim Lesen haben wie ich :-).

Der erste Satz:

Sanchez hasste es, wenn Fremde in seine Bar kamen.

Wertung:
Es mag unorthodox sein, einem Buch, das stilistisch nicht unbedingt glänzt, vier Punkte zu geben. Ich machs aber trotzdem 😀 Denn Lesen soll in erster Linie Spaß machen und den hatte ich bei diesem Buch ganz eindeutig, auch wenn das sicher nicht jeder nachvollziehen kann ;).

Titel: Das Buch ohne Namen
Originaltitel: The Book With No Name
Autor: Anonymous
Taschenbuch (brochiert): 448 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3785760109