[die historische Challenge] Kai Meyer / Das Gelübde

Wie zu erwarten war, habe ich mich bereits jetzt nicht an meinen Plan für die historische Challenge gehalten😀.
Macht nichts, denn hätte ich gewusst, dass dieses Buch bei meinen Eltern auf mich wartet, hätte ich es von Anfang an eingeplant und im Leben kommt ja sowieso nichts so, wie man es geplant hat.😉

Inhalt:
Es ist der Herbst des Jahres 1818, als der Dichter Clemens Brentano in Dülmen im Münsterland eintrifft. Die kleine Stadt ist vom Herbstlaub regelrecht überflutet, weit mehr Laub türmt sich in den Gassen, als es eigentlich möglich sein kann und erschwert den Alltag.
Brentano,  ein bekennender Atheist, ist auf Drängen seines Bruders nach Dülmen gekommen, um sich hier mit der Nonne Anna Katharina Emmerick zu treffen. Diese ist seit über fünf Jahren bettlägerig und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihre Stigmata und Marienvisionen. Brentano, der die Echtheit der Visionen und Stigmata anzweifelt, will sich selbst ein Bild machen und wird auch zu Anna vorgelassen. Diese erkennt in ihm auf Anhieb einen Seelenverwandten, einen „Pilger“, der auf der Suche nach der Wahrheit ist, und vertraut ihm schließlich das ganze Ausmaß ihrer Visionen und deren tatsächliche Inhalte an…

 

Meinung:
Ich lese die Bücher von Kai Meyer sehr sehr gerne und bin seit Jahren ein großer Fan.
Bislang hat mir nur eins seiner Bücher nicht besonders gut gefallen – nun sind es zwei.
„Das Gelübde“ hat mich nicht wirklich überzeugt.
Grundsätzlich ist die Geschichte spannend, ich wusste bislang nicht viel über Clemens Brentano und schon gar nicht, dass er jahrelang am Bett einer Nonne gesessen und Visionen aufgezeichnet hat.
Was mir einfach nicht gefallen hat, war der Schwerpunkt in diesem Buch, der auf den fast schon pornographischen Schilderungen der Marienvisionen lag. Irgendwie hat mich das unangenehm berührt, obwohl ich eigentlich nicht sonderlich prüde veranlagt bin. Mich hätten an der Geschichte andere Aspekte mehr interessiert und ich hab einfach auch nicht mit einem solchen Inhalt gerechnet, auch wenn auf dem Buch „unheimlich und erotisch“ drauf steht.
Die Erzählweise ist wie gewohnt flüssig und bildhaft, man kann sich der Geschichte beim Lesen nur bedingt entziehen und auch wenn mir der Inhalt nun nicht so sonderlich gefallen hat, beweist Meyer doch nur einmal mehr, wie variantenreich seine Ideen und sein Schreiben sind.

Der erste Satz:

Er geht in die Knie, gleich neben dem Bett der Toten.

Bewertung:
Bei all meiner Begeisterung für Kai Meyer gebe ich diesem Buch dennoch nur 2 Sterne.

 

Autor: Kai Meyer
Titel: Das Gelübde
Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3404155040

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