Melanie Benjamin / Alice und ich

Inhalt:
„Ach, ich bin es leid, Alice im Wunderland zu sein. Klingt das undankbar? Aber ich bin es wirklich leid.“

Alice Pleasance Liddell Hargreaves ist die zweitälteste Tochter des Dekans von Oxford und wächst mit ihren zahlreichen Geschwistern in der kleinen Universitätsstadt auf. Der Vater ist selten anwesend, die Mutter streng und unterkühlt. Da kommt die Freundschaft zu dem 20 Jahre älteren Mathematikprofessor Charles Lutwidge Dodgson (bekannter unter seinem Künstlernamen Lewis Carroll) grade recht, der Alice und ihre Schwestern Ina und Edith auf Ausflüge mit nimmt und ihnen viele unterhaltsame und abenteuerliche Geschichten erzählt. Besonders zu Alice, die anders ist als ihre Schwestern, verbindet ihn eine enge Freundschaft und sie ist es auch, die ihn zu einer besonderen Geschichte inspiriert. Es ist ebenfalls Alice, die Dodgson bittet, diese eine besondere Geschichte aufzuschreiben, die ihrer beider Leben für immer verändern soll, denn Dodgons „Alice im Wunderland“ wird bald zum bekanntesten Kinderbuch der Welt.
Doch das Leben von Alice ist nicht nur wunderbar, birgt nicht nur schöne Abenteuer und auch das Wunderland existiert für sie nur in dem Buch, das sie erst im hohen Alter selbst lesen wird…

Meinung:
Ein Buch über die wahre Alice- da konnte ich nicht lange widerstehen und ich gebe zu, ich habe mich auch ein bisschen in diesen wunderschönen Schutzumschlag verliebt.
Melanie Benjamin hat ein wunderbares Buch geschaffen, das vor allem von seiner gefühlvollen Sprache lebt und das den Zeitgeist des viktorianischen Zeitalters vortrefflich eingefangen hat.
Es ist in drei Abschnitte unterteilt, die sich dem Leben der kleinen Alice, der Jugendlichen und der alten Frau widmen. Jedes Kapitel wird von einer Fotografie eingeleitet, sodass Alice beim Lesen wirklich lebendig wird und man immer ihr Gesicht vor Augen hat.

Ich kann mich nicht an viele Bücher erinnern, die es geschafft haben, mich zum Weinen zu bringen.
Eins davon waren „Die Leiden des jungen Werther“ (ich war 15, emotional aufgewühlt, da kann einen dieses Buch schon mal abschießen), ein anderes war „Die Bücherdiebin“ und kurz danach „Das Buch der verlorenen Dinge“. Zwischen Werther und den anderen beiden Büchern lagen 16 Jahre tränenfreien Lesens. Werde ich einfach nur älter und weicher oder habe ich in diesem Jahr wirklich schon das dritte Buch erwischt, dass mich so berührt hat, dass die Tränen nur so liefen? Ich weiß es nicht, aber es ist ein Fakt: „Alice und ich“ hat mich hemmungslos schluchzen lassen.

Ich weiß nicht mehr genau, auf wessen Blog ich die erste Rezension zu diesem Buch gelesen habe, dennoch an dieser Stelle vielen vielen Dank dafür, denn dieses Buch ist einfach nur wunderbar und womöglich wäre es sonst völlig an mir vorbei gegangen.

Bewertung:
Höchstnote.

Mein herzlicher Dank geht an den C. Bertelsmann Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars.

 

Autorin: Melanie Benjamin
Titel: Alice und ich
Originaltitel: Alice I have been
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3570100479

2 Gedanken zu „Melanie Benjamin / Alice und ich

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