Kein gutes Lesejahr

read the unread ... ©sugakusha / Flickr unter CC BY-NC-SA 2.0-LizenzWie der Titel schon sagt, ist 2012 bislang kein gutes Lesejahr für mich. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, wann ich (seit ich des Lesens mächtig bin) jemals so wenig gelesen habe. Allerdings kann ich mich auch nicht erinnern, je so viel gearbeitet zu haben, womit wir auch bei der Erklärung des Übels wären. Mein derzeitiges Pensum liegt bei rund 60 Arbeitsstunden die Woche, Wochenenden sind inzwischen auch reguläre Arbeitstage geworden und abends warten dann noch private Verpflichtungen, sodass ich im Grunde nur noch in der Tram zum Lesen komme und selbst dort ziehe ich es ab und an vor, mich einfach von Musik berieseln zu lassen.  Für mich ist das eine neue Erfahrung, denn sonst waren Bücher Erholung, Auszeit, Feierabend – und nun bin ich meist zu müde und jeder Versuch, im Bett noch ein paar Seiten zu lesen, endet damit, dass ich über dem Buch einschlafe. Vielleicht wäre das anders, wenn ich nicht arbeitstechnisch so viel lesen müsste (ich unterscheide da sehr strikt zwischen beruflichem und privaten Lesen, alles andere wäre Käse). Diese Leseflaute hält nun seit meinem persönlichen Waterloo schon 7 Monate an und ich hab ein arg schlechtes Gewissen, denn einige Bücher warten nun also seit 7 Monaten darauf, endlich rezensiert zu werden.

Kennt ihr so etwas auch? Habt ihr das vielleicht auch schon mal erlebt, dass sich die Lebensumstände so gravierend verändern, dass euer bis dahin liebstes Hobby darunter leidet? Und, was für mich eigentlich relevanter ist: Hat sich das irgendwann wieder gelegt?

18 Gedanken zu „Kein gutes Lesejahr

  1. Seelenstreusel

    Hallo liebe „die Buchjunkie“ ;o)
    Ich bin eben auf deinen Blog gestoßen und werde künftig sicherlich öfter vorbeischauen!
    Mir ist das auch schon passiert, dass ich eine Leseflaute hatte (wie aktuell auch wieder – bei mir liegen auch zig Bücher, die darauf warten, gelesen zu werden; meist auch bedingt durch Arbeitspensum oder auch sonstigen Stress), aber ich kann dich beruhigen: das legt sich wieder :o)
    Liebe Grüße,
    Karina

    Antwort
    1. Grete_o_Grete Autor

      Liebe Karina,
      na dann hoffe ich mal, dass sich die Flaute bei uns beiden bald legt🙂. Aus meinem SuB ist inzwischen schon ein ganzes RuB geworden, es wird wirklich Zeit.

      Liebe Grüße von Grete

      Antwort
  2. buch im kopf

    Das hatte ich auch als ich am WE noch einen Nebenjob hatte und wenn einen sonst andere Gedanken beschäftigen… das ist schon zeimlich blöd. Aber mach dir da kein Stress, sonst wird das Ganze nur noch schlimmer. Und zu deiner Frage…ob sich das gelegt hat: JA. Irgendwann als es in meinem normalen Job total stressig war, hab ich das mit dem Nebenjob nicht mehr gepackt und habe gekündigt.

    Ich wünsche dir, dass es du es zu deiner Zufriedenheit auf die Reihe bekommst.

    Lg Tati

    Antwort
  3. buch im kopf

    Hallo,

    das Problem kenne ich auch. Aber mach dir da nicht so ein Druck, sonst wirds nur noch schlimmer. Auf deine Frage ob sich das auch irgendwann mal gelegt hat : JA. Aber erst als ich meinen Nebenjob kündigen musste, weils in meinem normalen Job zu stressig wurde.
    Ich wünsche dir, dass du eine für dich zufriedenstellende Lösung findest😉

    Lg Tati

    Antwort
    1. Grete_o_Grete Autor

      Liebe Tati,
      das macht doch rein gar nichts, dass es doppelt ist, dann freu ich mich eben auch doppelt über deinen Kommentar😉
      Momentan gibt es leider keine Alternative zu dem Ist-Zustand, aber ich hoffe, dass ich 2013 dann auch mal endlich wie ein normaler Mensch mit normalem Job und normalem Gehalt und normaler Freizeit leben kann😉

      Liebe Grüße von Grete

      Antwort
      1. buch im kopf

        Das macht schon viel aus🙂 Das hört sich vielleicht krank an.. aber ich hab mich erst nach ca. 1 1/2 Jahren daran gewöhnt, dass ich Samstags nicht mehr arbeiten muss. Ich war immer so unruhig und dachte..“Bald musst du zum Schaffen….“ balabala…

        Antwort
  4. buzzaldrinsblog

    Liebe „Buchjunkie“,
    auch ich kenne diese Leselauten sehr gut und befürchte schon, dass es mir ähnlich gehen wird, wenn nächste Woche wieder mein Studium anlaufen wird. Das Studieren, nebenbei Arbeiten, ein Hund – wann soll man denn dann nur noch zum Lesen kommen? Bei mir pendelt sich das meist nach ein paar Wochen wieder ein und schaffe es, mir auch zwischendurch immer mal wieder Zeit zum Lesen zu nehmen, so dass ich auch zufrieden bin.
    Liebe Grüße
    Mara

    Antwort
  5. Tanja

    Mir fehlte in den letzten Monaten leider auch die Zeit zum Lesen, aber in den letzten zwei Wochen, habe ich das Gefühl wieder voll dabei zu sein. Selbst beim Buchkauf hielten Olli und ich uns zurück, Wobei diese Zurückhaltung fatale Auswirkungen auf uns hatte. Der letzte Besuch in unserer favorisierten Buchhandlung artete völlig aus und glich einem Überfall. Hoffentlich kommt die Zeit, wo du dich wieder ein wenig entspannen kannst, dich mit einem schönen Schmöker an einem schönen Plätzchen niederlässt und träumen kannst.

    Liebe Grüße,
    Tanja

    Antwort
    1. Grete_o_Grete Autor

      Den überfallartigen Buchladenbesuch kann ich mir sehr gut vorstellen😀 Ich war letzte Woche in meiner heißgeliebten Lieblingsbuchhandlung, um das Buchpaket für den 23. April abzuholen und ich musste ganz ganz schnell wieder raus, weil ich sonst wahrscheinlich alle Bücher laut „Mein Schaaaaaaatz!“ brüllend an mich gerissen hätte. Dabei hab ich ja nun weiß Gott eh schon genug Bücher auf dem RuB liegen, die gelesen werden wollen.

      Liebe Grüße von Grete

      Antwort
      1. Tanja

        *grins* Dann sag ich einfach mal: „Willkommen im Team!“
        Oder, „Reich mir die Flosse Genosse.“ Olli und ich werden zukünftig auch nur noch posten, wenn uns danach ist. Wenn du Zeit zum lesen hast, dann lese und genieße es – ohne zwanghaft eine abschließende Rezension zu erstellen. Es sei denn, dir kribbelt es in den Fingern, und du kannst nicht anders…
        So machen wir das jetzt nach unserer großen Leseflaute auch.
        Ich werde dir als Leserin auf jeden Fall erhalten bleiben. Die Anderen bleiben dir gewiss auch treu.😉

        Antwort
  6. buchstabentraeume

    Ach herrje… Ich drücke dir die Daumen, dass bald wieder bessere Zeiten kommen. Leseflauten kenne ich auch, die halten aber meist nur einen oder zwei Tage an. Ich kann einfach nicht ohne Buch…😉

    Antwort
    1. Grete_o_Grete Autor

      Genau so ging es mir ja auch bislang in meinen nun 32 Lebensjahren, ich konnte einfach nicht ohne Buch (deswegen ja auch „Buchjunkie“😉 ) und umso verwirrender ist es dann, wenn auf einmal so ein Einschnitt kommt und man zwar grad ein unglaublich spannendes Buch liest, aber einfach zu müde ist, um mal weiterzulesen. Ich glaub, an meinem aktuellen Buch lese ich jetzt schon 4 Wochen – neuer Negativrekord.

      Antwort
  7. flattersatz

    liebe junkie, die du jetzt sozusagen auf dem trockendock liegst, das klingt für mich eher so, als würden deine lebens-/arbeitsbedingungen das lesen nicht zulassen. 60 wochenstunden (und einem tag der woche sollst du ja ruhen) bedeuten bei einer 6 tage woche.. na ja, muss ich dir nicht sagen. das ist auf die dauer zuviel, jenseits der grenze, die man sich ziehen sollte, um sie nicht zu übertreten… zumindest nicht auf dauer. das sagt sich leichter als es sich durchführen läßt, aber letztlich ist es auch eine frage, was du dir selbst wert bist.
    jedenfalls drück ich dir die daumen, daß du deine situation in den griff bekommst und wieder zeit und musse findest, gedrucktes in die hand zu nehmen…
    lg
    fs

    Antwort
    1. Grete_o_Grete Autor

      Lieber fs,
      manchmal ist es keine Frage des Wollens. Du kennst ja die näheren Umstände ein wenig und weißt, dass es momentan einfach nicht anders geht. Aber so darf und soll es keinesfalls langfristig weitergehen, das merke ich sehr wohl jetzt schon. Dieses Jahr muss es nun leider eben so sein und ich versuche schon, mir kleine „Fluchten“ einzubauen. Gestern hatte ich seit Langem einen freien Tag und ich habe jede Sekunde davon genossen und den „Akku“ aufgeladen🙂. Aber ja, ich freue mich sehr auf eine Zeit, in der das Wochenende mehr als ein (manchmal abstrakt mutender) Begriff ist. Immerhin weiß ich ja, wofür ich das grad alles tue und das ist es wert.

      Liebe Grüße von deiner Grete

      Antwort
  8. Grete_o_Grete Autor

    Ihr Lieben, ich danke euch ganz herzlich für die netten Kommentare, Grüße und Wünsche (damit fühlen sich bitte auch die angesprochen, die mir eine Mail geschrieben haben – Antwort kommt, kann nur etwas dauern)! Es beruhigt mich ein wenig, dass ihr fast alle schon einmal solche Flauten hattet🙂.

    Antwort
  9. laura

    Ja leider:/
    Ich hatte ein sehr schlechtes gewissen. Die bücher die ich lesen wollte haben sich gestapelt!
    Doch es hat sich dann doch wiedsr gelegt und ich habe die bücher wieder verschlungen (:

    Antwort

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