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Huhu aus der Versenkung

Wow. Dies ist der erste Beitrag in diesem Jahr, ich schäme mich in Grund und Boden.

Welcome Home

Aber, ehrlich gesagt hat mich das Leben mal wieder total überrannt (ja ja, das hat das Leben nun mal so an sich 😉 ).

Herzchen
Erst ein wirklich chaotischer Umzug (immer denk ich, nun geht es nicht mehr chaotischer, aber jeder neue Umzug toppt noch den vorherigen, einleben, eingewöhnen,  meine Erkrankung und die notwendige Umstellung, die das grundsätzlich fürs Leben bedeutet, dann der neue Job, der absolut das ist, was ich immer machen wollte, aber auch dort ist nicht alles Gold.

Und immer noch Heide

Es ist gut, Gewissheit zu haben, sich einer Sache sicher zu sein und ein Ziel zu haben, auf das man zuarbeitet. Und netzwerken, Leute, netzwerken bringt was, denn es tun sich bereits unzählige Möglichkeiten auf <3.

good things

Ich liebe die Gegend, die meisten Menschen im Kultur- und Bildungsbereich sind hier ziemlich cool :). Kleinstadt hat wirklich Vorteile, man geht auf den Markt und trifft zig Bekannte, auch beim Einkaufen ist irgendwo immer ein bekanntes Gesicht, und man lernt so schnell neue Leute kennen, dass man eigentlich immerzu etwas unternehmen könnte, denn es hat immer irgendwer Zeit und Lust dazu. Vielleicht liegt das daran, dass ich einige Zeit hier sehr in der Öffentlichkeit stand, aber wohl hauptsächlich daran, dass ich wohl recht „kommunikationsstark“ bin, wie es in meinen Arbeitszeugnissen immer heißt :D. Eine nette Umschreibung für „knüpft schnell Kontakte und schnattert ohne Punkt und Komma“.

Heide

Ich arbeite zweimal die Woche ehrenamtlich, einmal mit Kindern, einmal mit Senioren, und es macht mir riesigen Spaß. Demnächst gebe ich Kurse an der VHS, aber vorher steht erst einmal der große Event an, den ich nun seit Monaten vorbereite und der mich nun, in der Endphase, um Schlaf und Verstand bringt.

Abgesehen davon bin ich im Moment rundum zufrieden. Kennt ihr das, wenn ihr dieses Gefühl habt, genau am richtigen Ort zu sein und dass alles gerade so sein muss, wie es ist? Ich hatte ganz vergessen, wie gut sich das anfühlt und ich halte dieses Gefühl gerade so fest wie ich nur kann.

Don't blink!

Trotz des wirklich enormen Stresses und der zeitlichen Eingebundenheit komme ich erstaunlich viel zum Lesen (siehe auch HIER). Liegt vielleicht auch an der Badewanne ;). Vielleicht aber auch daran, dass es hier eine wirklich großartige Bibliothek gibt in meiner kleinen Kleinstadt, an dieser Bibliothek könnte sich so manche ein Beispiel nehmen – ich persönlich bin total verliebt, mindestens einmal die Woche dort und habe zuvor noch nie solch engagierte Bibliothekarinnen erlebt (man bedenke, dass ich im Nebenfach Bibliothekswissenschaft studiert habe, das ist also wirklich ein sehr großes Kompliment!). Kaum eine tolle Neuerscheinung entgeht ihnen, und sie holen so manchen bekannten Autor bzw. Autorin hierher in die Heide, sodass ich auch schon viele tolle Lesungen besuchen durfte.

Vor allem aber verschlinge ich derzeit Sachbücher, bilde mich weiter, will immer noch mehr zu dem wissen, was ich tue. Etwas, was in Berlin im Tiefschlaf lag und im eintönigen, depressiv machenden Großstadtalltag unterging.

Immer noch Heide

Überhaupt mache ich wieder vieles, was lange nicht mehr zu meinem Leben gehörte, angefangen bei langen Wanderungen durch Heide, Wald und Moor (Nachtführungen im Moor, was für eine geile Sache, das solltet ihr euch nicht entgehen lassen, wenn ihr mal in der Heide seid!), über Nächte durchlesen, weil das Buch zu spannend ist und Schlaf eh überbewertet wird ;), bis hin zu laaaangen Fahrradtouren, und neuerdings auch nächtlichen Pokémon-Jagden mit einer lieben neuen Freundin 😀
Meinen Serien bin ich natürlich treu, allerdings habe ich hier in der Heide nur DSL via LTE, also mit Datenvolumen, und da überlegt frau sich natürlich dreimal, wofür sie das Datenvolumen nutzt. Frische-Luft-technisch ist das gar nicht mal so schlecht, denn wer draußen rumspiökt, der kann nicht drinnen Datenvolumen verprassen :p

 

Und nun gibts auch wieder Rezensionen, versprochen!

Danke, dass ihr diesem Blog treu geblieben seid, und verzeiht, dass er kurzzeitig auf privat geschaltet war. Die Gründe dafür möchte ich hier nicht erläutern, aber ich habe die Gelegenheit genutzt und dem Blog einen neuen Anputz verpasst, der auch die mobile Ansicht ein wenig angenehmer macht, ich hoffe, es gefällt euch.

Nicht vergessen!

Mein Lesejahr 2014: Ein Rückblick.

Mein Beitrag zur Blogparade soll noch nicht alles an Rückblick gewesen sein.
2014 war buchtechnisch ein mehr als erfreuliches Jahr, vielleicht auch, weil ich die Bestsellerlisten sehr ignoriert habe – das einzige Mal, dass ich mich von der Masse hab leiten lassen, war auch das einzige Buch, das mich ziemlich enttäuscht hat. Ich hab einfach nur frei Schnauze gelesen, getreu dem Lustprinzip, das 2013 wieder Einzug ihn mein Leseverhalten gefunden hat.

Ich schrieb es ja schon im letzten Jahresrückblick, aber für mich ist dieser Punkt immer noch so wichtig, dass ich mich selbst zitieren möchte:

Vor allem aber habe ich jedes “MUSS” im Zusammenhang mit meinem Hobby eliminiert. Ich muss nicht lesen, was ich nicht lesen will, ich muss nicht über das Lesen schreiben, ich muss ein Buch nicht beenden, wenn es mir nicht gefällt und selbes gilt auch für Hörbücher, und wenn ich keine Lust aufs Lesen habe, weil ich zu müde bin oder zu unkonzentriert, dann ist es auch vollkommen legitim, stattdessen Serien zu gucken. Das macht mich nicht zu einer schlechteren Leserin, das macht mich nicht ungebildeter oder unkultivierter – es macht mich einfach nur frei.
Wir müssen schon genug im Leben. In meiner Freizeit will ich ganz alleine regulieren, was ich tue, ungehindert und unblockiert von jedem “MUSS”.
Das liest sich jetzt so selbstverständlich, aber diese Erkenntnis war wichtig für mich und hat aus so manchem den Druck herausgenommen.

Ich bin in diesem Punkt 2014 noch radikaler geworden – Bücher, die mir nicht zusagen, werden nicht beendet, die Zeit ist mir zu schade und jemand anderem macht das Buch vielleicht mehr Freude. Bei Neuanschaffungen bin ich noch kritischer geworden und das hat sich gelohnt, denn in diesem Jahr haben wirklich nicht viele Bücher meinen Weg gekreuzt, die mir so gar nicht zugesagt haben. Was diesen Punkt angeht, habe ich also meinen Vorsatz für 2014 sehr gut umsetzen können.

Ich habe 2014 insgesamt 52 Bücher gelesen, also jede Woche eins. Nicht mit einberechnet sind die vielen Fachbücher, Dissertationen und Manuskripte, die ich im Brotjob täglich lese – hier im Blog zählt nur, was ich in meiner Freizeit lese und höre.
Das ist noch lange nicht wieder so viel wie vor meinem Katastrophenjahr 2011, aber ich bin damit zufrieden, vor allem, weil mir nahezu jedes dieser Bücher auf die eine oder andere Weise gefallen hat. Qualität vor Quantität. Wenn ich in anderen Blogs lese, dass die Leute sich enormen Druck machen, pro Jahr mindestens 100, wenn nicht sogar 200 Bücher zu lesen, bricht mir schon der Schweiß aus und ich bekomme Schnappatmung.
Wozu dieser Stress? Wo bleibt da das Vergnügen?
Lieber lese ich eine solch überschaubare Anzahl an Büchern und kann mich dann auch hinterher an den Inhalt und die Feinheiten erinnern, als dass ich mich jemals wieder diesem „Ich MUSS aber“-Stress aussetze. Erst jetzt merke ich, dass mich das früher nicht nur unter Druck gesetzt hat, sondern dass es sich vor allem auch so ausgewirkt hat, dass ich mich kurz nach der Lektüre kaum noch an die Inhalte der Bücher erinnern konnte. Jetzt mache ich nach jedem Buch eine kleine Pause, lasse alles sacken und schreibe mir bereits während des Lesens meine Eindrücke in einem Lesetagebuch auf – auch eine ausgezeichnete Neuerung des Jahres 2014.
Und, mal ehrlich (dass ich das mal sagen würde …): Es gibt mehr im Leben als Bücher. Literatur wird sicher immer meine große Liebe bleiben, aber da ist noch so viel mehr, was es zu entdecken und zu (er)leben gibt, manchmal muss man einfach raus, Neues wagen, die Welt sehen. Das eröffnet einem dann auch wieder ganz neue Zugänge zu den Büchern, die man sich niemals hätte vorstellen können.

Da ich in diesem Jahr viel unterwegs war, hat sich die Zahl der gehörten Hörbücher rapide erhöht – es waren 25 Stück, und auch hier gab es wenige, die mir nicht wirklich zugesagt haben.

Mein zweites Vorhaben für dieses Jahr war es ja, meinen SuB abzubauen. Nun, was soll ich sagen …  Zwar hab ich wirklich viel vom SuB weggelesen, aber dann fand hier ein toller Buchflohmarkt statt, dann war dort ein Buchladenausverkauf, und ab und an hat es mich dann doch wider besseren Wissens ins Ocelot, die Chaiselongue oder auch zu Dussmann gezogen. Ich habe zwar nicht allzu viel gekauft, aber einiges kam eben doch dazu.
Da ich aber auch gezielt ausgemistet und sehr sehr viele Bücher verschenkt habe, ist der analoge SuB derzeit auf unter 200 geschrumpft, also gut 50 weniger als zu Jahresbeginn.
Über den digitalen SuB breite ich weiterhin den Mantel des Schweigens und der Scham.

Im letzten Jahr hatte ich unter meinen Jahresrückblick ein Foto mit dem Spruch „Do more of what makes you happy“ gepostet.
Dieser Spruch begleitet mich seit diesem Jahr nun täglich und er ist das erste, was ich morgens nach dem Aufwachen sehe – eine sehr gute Anschaffung (zum Aufhängen aus Holz, gekauft bei Depot) und im Grunde ist er mein einziger Vorsatz für das kommende Jahr und er gilt für alle Aspekte des Lebens.

Was das Lesen angeht, möchte ich einfach diesen, meinen Weg weitergehen, ich brauche keine Challenges, keine Pläne, denn so, wie es in diesem Jahr gelaufen ist, hat es mir gut gefallen und so darf es gerne weitergehen.

Ich wünsche euch allen einen guten Start in das neue Jahr, habt vielen Dank für eure Treue, auch wenn es hier recht still geworden ist, und habt noch mehr Dank für eure tollen Anregungen und eure unterhaltsamen Blogs.
Vielen Dank an die vielen Autoren da draußen für die unzähligen entspannten, manchmal auch aufwühlenden Stunden, die ihr uns mit euren Büchern beschert. Ich hoffe sehr, dass der eisige Wind, der bisweilen in der Buchbranche herrscht, euch nicht zu sehr entgegen weht und dass ihr auch im kommenden Jahr weiter für unseren Lesestoff sorgt.
Alles Gute!

Neujahrsvorsatz - Lebensvorsatz

Ich lese noch

Ja, ich lese noch.
Ziemlich viel sogar.
Nur fehlt es mir momentan an der Zeit, und ehrlich gesagt auch an der Lust, darüber zu bloggen.
Das liegt zum einen an meinem angeschlagenen Gesundheitszustand und viel viel Stress im Job, zum anderen aber daran, dass ich seit dem, was mein Litfaßsäulen-Beitrag ausgelöst hat, dreimal überlege, bevor ich etwas poste – das nimmt dem Bloggen die Unbeschwertheit und mir die Freude daran.
Aber früher oder später erlebt wohl jeder, der sich im Internet bewegt, so einen Moment, in dem ihr oder ihm bewusst wird, dass Missverständnisse in Windeseile entstehen können und dann viele Internetkontakte ihr Fähnlein gerne nach der Shitstormwindrichtung ausrichten.
An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an all die Leute, die mich unterstützt haben! ❤

Um den Blog jetzt aber nicht völlig verwaisen zu lassen, wollte ich euch wenigstens kurz zeigen, was es zuletzt auf meinem Kindle zu lesen gab.

Vielleicht kommt die Rezensionsfreude ja zurück, ich hoffe es sehr, denn einige der Bücher möchte ich eigentlich nicht unreflektiert und unkommentiert auf den „Gelesen“-Stapel ablegen.
Natürlich lese ich auch noch „analog“ ;), der Beweis befindet sich weiter unten, da ich momentan aber leider viel Zeit in Wartezimmern verbringe, erweist sich der Kindle immer mehr als guter Freund und noch bessere Investition.

zuletzt auf meinem Kindle ... Analoge Lesefreuden

 

Ich gestehe reumütig …

… dass auch bei mir inzwischen ein Kindle eBook-Reader eingezogen ist, und das, obwohl ich doch immer eine Verfechterin der unvergleichlichen Haptik „echter“ Bücher war.

Mein neues Baby

Daran wird sich freilich nichts ändern, richtige Bücher werde ich immer bevorzugen.
Nur muss ich doch zugeben: Praktisch ist er schon, der Kindle.
Keine überschweren Handtaschen mehr, keine schmerzenden Handgelenke durch schwere und unergonomische Buchformate, etliche Nachschlagewerke jederzeit mit dabei, ebenso wie eine Vielzahl von Büchern zur Auswahl – und augenfreundlich ist das Ganze auch noch.
Außerdem gefallen mir die %-Anzeige, die Möglichkeit, Textstellen zu markieren und per Mail zu versenden und das automatische Speichern des Lesezeichens, sodass ich, falls ich den Reader doch mal nicht unterwegs dabei habe, auch einfach über die Kindle-App vom Smartphone an genau der Stelle weiterlesen kann, an der ich aufgehört habe.
Alles in allem habe ich so das Gefühl, das mit dem Kindle und mir könnte eine ernste Sache werden ;-).

Kein gutes Lesejahr

read the unread ... ©sugakusha / Flickr unter CC BY-NC-SA 2.0-LizenzWie der Titel schon sagt, ist 2012 bislang kein gutes Lesejahr für mich. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, wann ich (seit ich des Lesens mächtig bin) jemals so wenig gelesen habe. Allerdings kann ich mich auch nicht erinnern, je so viel gearbeitet zu haben, womit wir auch bei der Erklärung des Übels wären. Mein derzeitiges Pensum liegt bei rund 60 Arbeitsstunden die Woche, Wochenenden sind inzwischen auch reguläre Arbeitstage geworden und abends warten dann noch private Verpflichtungen, sodass ich im Grunde nur noch in der Tram zum Lesen komme und selbst dort ziehe ich es ab und an vor, mich einfach von Musik berieseln zu lassen.  Für mich ist das eine neue Erfahrung, denn sonst waren Bücher Erholung, Auszeit, Feierabend – und nun bin ich meist zu müde und jeder Versuch, im Bett noch ein paar Seiten zu lesen, endet damit, dass ich über dem Buch einschlafe. Vielleicht wäre das anders, wenn ich nicht arbeitstechnisch so viel lesen müsste (ich unterscheide da sehr strikt zwischen beruflichem und privaten Lesen, alles andere wäre Käse). Diese Leseflaute hält nun seit meinem persönlichen Waterloo schon 7 Monate an und ich hab ein arg schlechtes Gewissen, denn einige Bücher warten nun also seit 7 Monaten darauf, endlich rezensiert zu werden.

Kennt ihr so etwas auch? Habt ihr das vielleicht auch schon mal erlebt, dass sich die Lebensumstände so gravierend verändern, dass euer bis dahin liebstes Hobby darunter leidet? Und, was für mich eigentlich relevanter ist: Hat sich das irgendwann wieder gelegt?