Schlagwort-Archive: Miez

Herbert Beckmann / Mark Twain unter den Linden

„I don’t believe there is anything in the whole earth that you can’t learn in Berlin except the German language.“
[Mark Twain nach seinem Aufenthalt in Berlin im Winter 1891/92]

Mark Twain liebt die deutsche Sprache und Berlin – aber die deutsche Sprache und Berlin lieben nicht unbedingt zurück. Kein Fettnäpfchen lässt der beliebte amerikanische Schriftsteller während seines Berlin-Aufenthaltes aus, düpiert die deutschen Verwandten, den Adel und obendrein auch noch den Kaiser höchstpersönlich. Zum Glück hat er seinen treuen Sekretär Harris, der sich um die daraus resultierenden Probleme kümmert…

Aus dem Klappentext:
Berlin, 1891. Der Kaiser steht stramm, um Mark Twain zu empfangen. Wissenschaftler wie Virchow und Helmholtz schmücken sich mit seinem Besuch. Und beim amerikanischen Botschafter geht er mitsamt seiner Familie ein und aus. Als Mark Twain im Herbst und Winter des Jahres 1891 in Berlin lebt, kann er sich über öffentliche Würdigungen nicht beklagen. Doch hinter der heilen Fassade spielen sich mysteriöse Dinge ab: Twains Scherze kommen nicht bei allen gut an, er wird von einer fremden Frau verfolgt, und auch die Berliner Unterwelt scheint sich auf einmal für den Schriftsteller und seine Familie zu interessieren …

Quelle: Gmeiner

Eigentlich hatte ich vor, das Buch im Rahmen der historischen Challenge zu lesen, aber da ich die entsprechende Zeit bereits durch ein anderes Buch abgedeckt hatte, musste es nun einfach so just for fun dran glauben. 😀 Mit Betonung auf FUN.
Ich hab richtig viel Spaß an diesem Buch gehabt!

Da man über den Aufenthalt der Familie Twain in Berlin nicht allzu viel weiß, blieb dem Autor umso mehr Spielraum für seine Geschichte.

Erzählt ist das Geschehen aus der Sicht von Mark Twains Sekretär Harris (da dieser nicht in der Liste der historischen Personen aufgeführt ist, kann man wohl von einem erdichteten Sekretär ausgehen).
Die bekannten Fakten über die Twains in Berlin sind aufgelockert mit fiktiven Episoden,  in denen zahlreiche historische Persönlichkeiten (hier seien auszugsweise Oscar Wilde, Kaiser Wilhelm oder Theodor Mommsen genannt) und Anekdoten auftauchen.

Der Zeitgeist des Jahres 1891 ist ganz wunderbar getroffen und die Berliner Örtlichkeiten sehr bildlich beschrieben. Man sieht förmlich die dunkel gekleideten, distinguierten Herren im Billardzimmer vor sich, man spürt den aufkeimenden Antisemitismus und kann den infernalischen Krach am Potsdamer Platz erahnen.
Am meisten lebt das Buch vom Wortwitz des Autoren, der wirklich sehr gut zum Humor Mark Twains passt und beim Lesen für ein Dauergrinsen sorgt.
Von mir aus hätte das Buch auch gerne doppelt so lang sein dürfen ;-).

Den Namen Herbert Beckmann werde ich mir auf jeden Fall gut merken und ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher des Autoren!

Der erste Satz:

„Packen Sie ihre Siebensachen, Harris.“

Bewertung:
Fünf Sterne.

 

Autor: Herbert Beckmann
Titel: Mark Twain unter den Linden
Broschiert: 276 Seiten
Verlag: Gmeiner
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3839210512

[Hörbuch] Anne Fine / Tagebuch einer Killerkatze

„Okay, okay. Hängt mich ruhig auf. Ja, ich hab den Vogel getötet. Du lieber Himmel, ich bin nun mal ein Kater! Es ist sozusagen mein Job, durch den Garten zu schleichen und süßen, schnuckligen kleinen Piepmätzen aufzulauern, die kaum von einer Hecke zur andern fliegen können. Na was soll ich machen, wenn so ein armes gefiedertes Flatterbällchen sich mir praktisch ins Maul wirft?“

Ein Killerkater namens Kuschel (laut Klappentext sollte er Tuffy heißen, ich bin einigermaßen verwirrt; aber laut Klappentext sollte ja auch der erste Satz anders lauten… 😉 ) führt eine Woche lang Tagebuch und gibt uns Einblick in das manchmal sehr beschwerliche Katzenleben. Aufdringliche Vögel, tote Hasen in der Katzenklappe, Kindertränen im Fell – nee, gar nicht einfach. Kuschels Familie ist natürlich mäßig begeistert von den killerkätzischen Aktivitäten und muss speziell in Sachen „Hoppel“ schnell die Spuren verwischen….

Ich gebs ganz offen zu: als Personal einer Killerkatze sympathisiere ich mit der Familie. 😀
In Zukunft werde ich Kuschels Ausreden im Ohr haben, wenn meine Killermieze wieder ihren Beitrag zur Ausrottung der hiesigen Spitzmauspopulation leistet…

Gesprochen wird Killerkater Kuschel von Martin Semmelrogge, der wirklich die perfekte Besetzung für die Rolle ist.
Zwischen den einzelnen Tagebuchepisoden darf man der jazzigen Titelmusik aus „Pink Panther“ lauschen und die passt zu diesem Kater wirklich wie die Faust aufs Auge ;-).
Einziger Wermutstropfen: Das Hörbuch ist mit 30 Minuten viiiiiiiiiiiel zu kurz!

Bewertung:
Fünf Sterne und die Hoffnung auf eine Fortsetzung ;-).

 

 

Autorin: Ann Fine
Sprecher: Martin Semmelrogge
Titel: Tagebuch einer Killerkatze
Verlag: HÖR Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3895848698

Stephen King / Zwischen Nacht und Dunkel

Ein Farmer, der von dem, was er getan hat, in den Irrsinn getrieben wird.
Eine Schriftstellerin, die unbedacht eine Abkürzung wählt.
Ein Todkranker, der um eine Verlängerung bittet.
Eine Ehefrau, die glaubte, ihren Mann zu kennen.

Vier Novellen, eine Aussage:
Es kommt sowieso anders, als du es erwartest und es wird schrecklicher, als du es dir je erträumen könntest.

Stephen King zählt definitiv zu meinen Lieblingsschriftstellern.
Keiner versteht es so wie er, in den Abgründen menschlicher Ängste zu wühlen.
Noch mehr als seine Romane liebe ich seine Kurzgeschichten und „Zwischen Nacht und Dunkel“ hat mich genau darin wieder bestärkt.

Selbst in seinen besten Romanen entsteht nicht solch eine grauslige, packende Stimmung wie in den Novellen und Kurzgeschichten.
Dabei verzichtet King größtenteils dankenswerter Weise auf allzu detaillierte Beschreibungen; die sind auch überhaupt nicht notwendig, das Kopfkino läuft ohnehin auf Hochtouren.
Was in den Romanen auf mehrere hundert Seiten verteilt wird, ist in den Geschichten komprimiert und wirkt umso heftiger auf den Leser.

Das Buch besteht aus vier Novellen: „1922“, „Big Driver“, „Faire Verlängerung“ und „Eine gute Ehe“.
Kein langes Vorgeplänkel, einfach rein in die Geschichte; nicht zu viele Details, nicht zu viele Figuren, dafür umso mehr Atmosphäre und in jeder Geschichte eine Moral: Jeder muss für das, was er tut, einen Preis zahlen.

Ich könnte nicht sagen, welche der vier Geschichten in meinen Augen die stärkste ist, jede für sich hat ihre Vorzüge.
Müsste ich jedoch die schwächste benennen, wäre es für mich eindeutig „Big Driver“, da ich einiges in der Geschichte nicht so schlüssig fand wie in den anderen dreien.
Während ansonsten jeder Gedankengang und jede Handlung für mich gut nachvollziehbar war und das Ergebnis entsprechend passend, gefiel mir bei „Big Driver“ vor allem im letzten Drittel einiges nicht so gut. Mehr will ich dazu an dieser Stelle nicht sagen, es soll schließlich jeder ganz für sich allein die Geschichten auf sich wirken lassen und ich möchte hier nicht spoilern und damit den Lesegenuss verderben ;-).

Kleiner Kritikpunkt:
Für meinen Geschmack hätte der Infotext im Schutzumschlag etwas reduzierter sein können bzw. so formuliert, dass er nicht so viel von der Handlung der einzelnen Geschichten verrät. Das schafft automatisch schon vor dem Lesen eine gewisse Erwartungshaltung und Voreingenommenheit, die den Geschichten durchaus auch schaden kann.

Leseempfehlung? Definitiv!

 

Kleiner Tipp: Wer sich bei „Big Driver“ etwas wundert, weil bei der Sache mit der Abkürzung irgendetwas klingelt, der werfe noch einmal einen Blick auf „Mrs. Todds Abkürzung“, veröffentlicht in den Kurzgeschichtensammlungen „Der Gesang der Toten“ und „Blut“.

 

Wertung:
Vier Sterne.

 

Autor: Stephen King
Titel: Zwischen Nacht und Dunkel
Originaltitel: Full Dark, No Stars
Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3453266995

Remco Campert / Tagebuch einer Katze

Inhalt:
Pöff heißt die Katzendame, die bei „Brille“ und „Rock“ lebt und die eigentlich lieber einen anständigen Katzennamen hätte und nicht ein „Armutszeugnis der Namensgebung“. Mit ihren Menschen hat Pöff es nicht einfach, manchmal stecken die sie einfach in die „Trawo“, die tragbare Wohnung, und fahren mit ihr weg und viel zu oft verwenden die schwanzlosen Zweibeiner das staubsaugende drohende Ding und stören Pöff damit in ihrer Ruhe. Dazu kommen Albträume von kichernden Mäusen und der Rote Harry, der Horror der Höfe. Aber eine Katze wie Pöff weiß natürlich, wie man mit all dem umzugehen hat.

Meinung:
Als Bediensteter in einem Katzenhaushalt hat man ja meistens haufenweise kätzischer Lektüre im Regal.
Was habe ich Tränen gelacht über „Schmitz Katze“ und wie saß ich nickend wie ein Wackeldackel da bei der Lektüre von „Miau sagt mehr als tausend Worte“.
Aber von allen meinen Katzenbüchern ist mir dieses das Liebste! ♥

Das einzige, was ich daran zu kritisieren habe, ist seine Kürze!
Viel zu schnell hat man das Büchlein durchgelesen und möchte eigentlich noch viel viel mehr von und über Pöff und ihre Zweibeiner erfahren.

Man merkt, dass Remco Campert viel Erfahrung mit Katzen hat und diese wunderbaren Geschöpfe liebt und respektiert.
Mit viel Sprachgefühl, Humor und Beobachtungsgabe berichtet er aus dem Katzenalltag. In 30 kleinen Kapiteln lässt Campert seine Pöff von den kleinen und großen Dingen im Katzenleben erzählen und hat so ein Buch geschaffen, dass jedem Katzenfreund ans Herz gehen dürfte.

Die ersten Sätze:

Madonna, Thelonious, Napoleon, Justine, Kleopatra, Vincent, T.S. Eliot, Lolita, Sokrates, Zelda, Beethoven, Fellini, Venus, Malaparte, Kousbroek, Isebel, Adinda…
Da haben Sie ein paar Namen von Katzen aus den Gärten hinter dem Haus, in dem ich mit Brille und Rock wohne.
Einer wie der andere: Namen, die sich sehen lassen können, mit Sorgfalt und Liebe von den Zweibeinern ausgewählt, die zu diesen Katzen gehören.

Nennen wir ihn: Multaluli.
Nennen wir sie: Madame de Pompadour.
Zweibeiner mit Geschmack.
Ich heiße Pöff. Jawohl, Sie lesen richtig. Pöff.
Ein Name wie eine Sprachstörung.

Bewertung:
So wunderschön, dass nichts anderes als fünf Sterne in Betracht kommt.

 

Autor: Remco Campert
Titel: Tagebuch einer Katze
Originaltitel: Dagboek van een poes
Gebundene Ausgabe: 75 Seiten
Verlag: Arche Verlag
Gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3716023778

Interessante Suchanfragen – pass auf, was du dir wünschst…

Erst neulich schrieb ich bei Maren auf Bibliomanie noch, dass ich gerne auch mal kuriose Suchanfragen auf meinem Blog hätte.
Frei nach dem Motto „Pass auf, was du dir wünschst – es könnte wahr werden“ sitze ich nun hier und schüttle nur den Kopf.
Warum auch immer, folgende Suchanfrage hat offenbar jemanden auf meinen Blog geführt:

„wie man katzen erwürgt lustige anleitung“

Zurück

Da bin ich wieder! 😀

Meine Reise war recht erfolgreich, wenn auch nicht ganz so, wie es geplant war, aber so ist das wohl immer.
Wie versprochen, habe ich so einige Neuzugänge zu verzeichnen. Zum Glück hab ich ja liebe Eltern, die meine Büchersucht verstehen und kein Problem damit haben, wenn ich die Bücher von den Verlagen oder Antiquariaten, die nicht in die CH versenden, erst mal zu ihnen schicken lasse. Ist eben nicht immer einfach, sich grenzüberschreitend mit der benötigten Literatur zu versorgen.

Da mir die Aufzählung dann doch zu anstrengend wird, lasse ich lieber einfach nur die Bilder sprechen ;-).

Hier einmal ein unsortierter Haufen mit einem Teil meiner Beute:

Dann wartete bei meiner Ankunft bereits der neue Katzenbach hier auf mich! Große FREUDE! Herzlichen Dank an den Verlag Droemer Knaur!

Überraschend lag bei meinen Eltern dann noch „Wintergeister“ von Kate Mosse als Rezensionsexemplar bereit, auch hier geht mein Dank an Droemer Knaur.

Vor Monaten bereits gewonnen, weil meine Katzen soooooo gruselig aussehen können und ihre Bilder Furcht und Schrecken verbreitet haben 😉 : „Katzengold“ von Christine Anlauff. Vielen Dank an den Verlag Kiepenheuer und Lovelybooks!

Ebenfalls heiß ersehnt, ich kann kaum erwarten, es endlich zu lesen! „Blutsonntag“ von Robert Brack. Lieben Dank an die Edition Nautilus für dieses wunderbare Rezensionsexemplar!

Und nicht zu vergessen „Alle sind erleuchtet“ von Kristin Rübesamen, netterweise zur Rezension zur Verfügung gestellt von den Berlin Verlagen.

Und dann waren da noch „Level 26“, das mir die liebe Bibliophilin im Tausch zugeschickt hat (hoffentlich trifft mein Gegentauschobjekt auch ihren Geschmack!) und „Absturz in den Anden“, das ich für Bücherkinder rezensieren darf, auch an euch also vielen lieben Dank!

Was lange währt… 😉 Endlich konnte ich das beim Aufbau-Verlag gewonnene Fanpaket in die Arme schließen, das aus 3 Büchern, Schokotalern, Luftballons, Poster, Kugelschreiber, Postkarten und einen die Katze sehr glücklich machenden Karton bestand.
Danke vielmals, liebe Leute beim Aufbau- Verlag!

So, und nun kommt der „bescheidene“ Rest, der eine Mischung aus Tauschpaketinhalten, Geschenken von den lieben Nachbarn meiner Eltern, von Freundinnen und günstig ergatterten Exemplaren ist. Einige der Bücher habe ich bereits gelesen (z.B. „Venuswurf“), hatte sie aber nur ausgeliehen und wollte sie nun unbedingt auch als eigenes Exemplar haben.
Nach all den Jahren darf nun also auch Harry Potter (den ich bisher nur von den großartig von Rufus Beck gelesenen Hörbüchern kenne) bei mir einziehen :-D.

Ebenso einige Ian Rankins…

Die beiden Fitzeks sind nun auch endlich in ihrer neuen Heimat angekommen.

John Connolly, der mich ja bereits mit dem „Buch der verlorenen Dinge“ unglaublich begeistern konnte…

Jeffery Deaver, von dem ich noch nie was gelesen, aber schon viel Gutes gehört habe…

… und noch jede Menge anderer toller Bücher, aber schaut selbst!

Und endlich endlich endlich sind sie bei mir, die BookDarts 😀

Die gut zwei Dutzend neuen Fachbücher erspar ich euch mal, aber die kommen auch noch zu den Neuzugängen dazu.

Ich brauch dringend ein oder zwei neue Bücherregale!
Was für ein Ärger, dass Ikea meinen Billy (dunkelgrau metallic) aus dem Sortiment genommen hat  :-(. Die anderen Farben gefallen mir alle nicht so und ich hätte es doch so gerne einheitlich gehabt. Naja, irgendwann kommt schon noch das richtige Regal (oder die wundersame Eingebung, wie ich selbst eins bauen kann, ohne mich schwer zu verletzen – ich bin ein handwerklicher DAU) und bis dahin stapelt sich alles apart um die Bücherregale herum ;-).

Markus Zusak / Die Bücherdiebin

Markus Zusak: Die Bücherdiebin
Inhalt:
Liesel ist erst neun Jahre alt, als sie zu ihren Pflegeeltern, Hans und Rosa Hubermann, nach Molching kommt. Es ist Krieg. Ihr Bruder Werner, ihre Mutter und ihr Vater sind tot.
Hans Hubermann wird Liesel zu einem liebenden Pflegevater und auch seine Frau Rosa kann ihr Herz gegenüber dem Mädchen nicht verschließen, gibt jedoch die strenge Hand.
Liesel findet in Rudi einen Freund, den besten. Und auch Max, der Jude, den die Hubermanns im Keller verstecken, wird zum Vertrauten.
Genauso wie die Bücher, die Liesel lieben und irgendwann auch stehlen lernt, als Ausgleich für all das, was sie schon verloren hat und was sie entbehren muss.
Und während all dem ist der Tod ihr ständiger Beobachter und selbst er schließt Liesel in sein Herz…

Meinung:
Normalerweise weine ich nicht bei Büchern, ich bin ja keine Heulsuse. Ok, als Teenie hab ich bei „Die Leiden des jungen Werther“ Rotz und Wasser geheult, aber das waren eher die Hormone als alles andere.
Bei der Bücherdiebin -ich gebe es ganz offen zu- habe ich geweint.
Die Geschichte ist einfach nur wunderschön.
Der Tod ist ihr Erzähler, Liesel die Hauptfigur und es fällt schwer, beide nicht ins Herz zu schließen, genau wie all die anderen Hauptpersonen.

Dabei ist die Thematik eher bedrückend: ein kleines Mädchen, das so viel verloren hat, in so einer schwierigen Zeit, im Krieg.

Doch Markus Zusak gelingt es, in diesem Buch vor allem von der Liebe zu erzählen.
Der Liebe zu den Menschen, die einem am Herzen liegen, der Liebe zu den Büchern, die einem durch schwere Zeiten helfen können.
Das ganze in eine einfache Sprache verpackt, die das Buch für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen angenehm lesbar macht, ohne ins Flache abzudriften oder kitschig zu werden.
Und so legt man das Buch irgendwann weg – traurig, weil es zu Ende ist, und doch irgendwie mit einem warmen, wohligen Gefühl im Bauch.

Dieses Buch scheidet die Geister. Vielen habe ich es empfohlen und dabei gemerkt, dass man es offenbar entweder liebt oder verabscheut; dazwischen gab es nichts, keine Grautöne. Das sieht man auch an den Rezensionen, die im Internet zu finden sind. Die einen befremdet es, dass der Tod als Erzähler einer Geschichte fungiert. Die anderen, mich (und wie man sehen kann auch meine Lesekatze) eingeschlossen, berührt es zutiefst.

Bücherdiebinkatze

Und weil ich diesen Videobeitrag einfach gelungen finde, anstatt weiterer Worte:

Und hier ein (englischer) Trailer, den ich auch sehr gelungen finde, den ich allerdings nur als Link reinsetze, weil mir sein „Standbild“ ganz und gar nicht gefällt und ich so etwas nicht auf meinem Blog sehen möchte: The Book Thief Trailer

Der erste Satz:

Zuerst die Farben.

Bewertung:

Titel: Die Bücherdiebin
Originaltitel: The Book Thief
Autor: Markus Zusak
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3764502843