Das Leben (2)

Huhu aus der Versenkung!

Nachträglich möchte ich allen Lesern dieses (etwas vernachlässigten, eingestaubten) Blogs ein wunderbares Jahr 2016 voller ebenso wunderbarer Leseerlebnisse und kunterbunten Lebens wünschen!

Da ich mitten im Umzug in mein Traumhäuschen stecke und in Vorbereitung auf meinen Traumjob, komme ich gerade beim besten Willen nicht dazu, Rezensionen zu verfassen – aber die gelesenen Bücher bekommen ihre eigenen Kartons, sodass ich das dann, sobald ich dort Internet habe, nachholen werde (mögen die Internetgötter mit mir sein – vor allem, da ich zu einem richtigen Netflix-Junkie geworden bin – eigentlich müsste ich den Blognamen ändern, shame on me – und ohne meine abendliche Doctor-Who-Folge gar nicht einschlafen kann).

Netflix-Junkie (Quelle: unbekannt)

 

2015 war ein schwieriges Jahr, und dies wird nun ein sehr persönlicher Post.

Der Ablauf meines DFG-Projektes im Dezember 2014 hat mich in eine schwere Krise geführt und es war nicht immer einfach, das Depressionsmonster abzuschütteln. Wer es selbst schon kennengelernt hat, weiß, wovon ich spreche. Dazu kam noch eine schwere körperliche Erkrankung, die es dem Depressionsmonster leicht gemacht hat, mich immer wieder umzuwerfen. In diesem Zusammenhang möchte ich euch gerne auf zwei Bücher aufmerksam machen, die mir persönlich sehr geholfen haben, offener mit dem Monster umzugehen und zu begreifen, dass das, was ich fühle, auch andere fühlen (Klick aufs Buch führt zur Verlagsseite):

Tobi Katze: Morgen ist leider auch noch ein Tag. Irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet.Jana Seelig: Minusgefühle.

 

Und ich habe zwei geliebte Freunde an den Krebs verloren … auch das war der Gesamtsituation und meiner Verfassung abträglich.
Geliebte Menschen zu verlieren ist immer furchtbar, wenn sie dann noch im selben Alter sind wie man selbst, und es auf diese Weise geschieht, dann trifft es einen auch noch auf einer anderen Ebene und man wird sich der eigenen Sterblichkeit viel bewusster. Denn es kann jeden von uns treffen und nicht immer nur die anderen, auch wenn sich das sicherlich jeder von uns gerne mal einredet.
Tut mir und euch den Gefallen und nehmt eure Gesundheit ernst. Sorgt dafür, dass es euch gut geht, nehmt euch Auszeiten und tut das, was euch glücklich macht, lasst euch von niemandem sagen, wann ihr euch schlecht fühlen dürft und wann nicht! Schon gar nicht von Arbeitgebern! Einen neuen Job findet man immer, aber Gesundheit nicht.
Nun bin ich auf dem Weg der Besserung, mental und physisch, denn ich hatte das große Glück, an fantastische Ärzte zu geraten, die mich in jeder Situation ernst genommen und unterstützt haben. Die Krankheit wird mich mein Leben lang begleiten, aber sie wird mich nicht mehr daran hindern, einen normalen Alltag zu haben, und in gewisser Weise hat auch sie mich wachgerüttelt.

Ich habe 2015 sehr sehr lange nach einer Arbeitsstelle gesucht, die mich glücklich machen könnte und die es mir erlaubt, weiterhin freiberuflich einige Stunden wöchentlich als Lektorin tätig zu sein. Dass das nicht jeder Arbeitgeber gestattet, war auch eine Lektion, die ich 2015 lernen musste. In diesem Jahr feiere ich mein zehnjähriges Jubiläum als Lektorin, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, nichts mehr “mit Büchern” zu machen – ebenso kann ich mir allerdings auch nicht mehr vorstellen, es hauptberuflich zu tun. Denn bei aller Liebe: Feste Stellen sind rar gesät, und die freiberuflichen Sachen werden zum Teil so mies bezahlt, dass man sich das hauptberuflich nur erlauben kann, wenn man finanziell gut gepolstert ist, eine/n verdienende/n Lebenspartner/in hat oder dauerhaft mit nur drei Stunden Schlaf pro Nacht leben kann. Oder wenn man härter verhandeln kann als ich …
Auch meine Erkrankung spielt bei dieser Entscheidung eine Rolle, denn ständiges auf den Bildschirm starren und hochkonzentriertes Lektorat und Korrektorat sind mir nur noch in leichter Dosierung möglich, und an manchen Tagen überhaupt nicht mehr. Für diesen Post hier habe ich nun beinahe drei Stunden gebraucht und falls hier oder da ein Wort fehlt oder ein Fehler steht, so seht mir dies bitte nach, heute ist einer der nicht ganz so guten Tage.

Ich liebe Bücher und werde sie immer lieben, aber ich habe auch festgestellt, dass, je mehr ich lektoriert habe, umso weniger Lust und Freude da war, auch noch privat zu lesen.
Die Entscheidung, beruflich andere Wege zu gehen, war keine leichte, denn auch als Historikerin ist es nicht unbedingt einfach, dauerhaft in Lohn und Brot zu kommen.
Umso größer war die Freude, als es dann geklappt hat, und ich freue mich schon wahnsinnig auf die Arbeit und all die Dinge, die ich dort kennenlernen und erleben werde. Und ich freue mich riiiiiiiiiiiiiiesig auf mein Häuschen, das – kein Scherz! – auf einem Ponyhof in der Pampa steht :D. Mein Leben wird ein Ponyhof, wer kann das schon behaupten ;). Natur und Tiere, wohin man schaut, ich glaube, das wird auch meinen Katzen gut gefallen, und ich werde endlich endlich endlich wieder eine Badewanne haben, was mit Sicherheit auch meiner Lektüreliste einen ordentlich Schub nach oben verpassen wird, denn ich bin eine absolute Badewannenleserin <3.

 

Vera Buck: Runa

Nicht unerwähnt lassen möchte ich mein letztes Leseerlebnis im Jahr 2015: “Runa” von Vera Buck.
Für dieses Buch müsste ich eine ganz neue Bewertungskategorie einführen, denn eigentlich sind 5 Sterne nicht genug. Ich liebe dieses Buch! Das liegt zum einen daran, dass das Buch inhaltlich genau mein Ding ist, denn Psychiatriegeschichte war seit dem Studium und während der letzten fünf Jahre mein Arbeitsschwerpunkt. Zum anderen aber ist es einfach wunderbar geschrieben und großartig recherchiert, Hut ab vor einer so jungen Autorin, die so ein großes Buch verfasst hat! Falls ihr es also in die Finger bekommt, unbedingt lesen!

Nun widme ich mich wieder dem Kisten packen (15 Kartons für mich und 100 für die Bücher, puh), glücklicherweise bekomme ich viel Unterstützung von meinen Freunden und meiner Familie, wofür ich unglaublich dankbar bin. Die Katzentiere sind vorübergehend bei meinen Eltern, wo sie als “Enkelkatzen” nach Strich und Faden verwöhnt werden und dem gröbsten Stress hoffentlich entgehen (auch sie werden in diesem Jahr zehn – wo bleibt nur die Zeit?).

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Passt auf euch auf und bis zum nächsten Post – dann vom Ponyhof aus :)

PS: Falls ihr mir auf Twitter und Facebook folgt, dann empfehle ich euch, in den nächsten Tagen mal reinzuschauen, denn schweren Herzens werde ich mich von etlichen Büchern trennen müssen, die dann ein neues Zuhause suchen.

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Abschied

Es gibt keine Worte, um auszudrücken, wie sehr ich um diese wunderbare Frau trauere. Sie war ein Vorbild für jeden, der sie traf. Ich habe sie zutiefst bewundert für ihren Mut und ihre Stärke, ihren Kampfgeist und ihr Feingefühl. Trotz ihrer Krankheit hatte sie immer ein offenes Ohr für die Sorgen ihrer Freunde. Sie hat viele Pfotenabdrücke hinterlassen, und sie war für mich da, in den schlimmsten Augenblicken meines Lebens. Die Welt ist ohne sie dunkler, und mein Herz tonnenschwer. Und doch werde ich ihre letzten Worte beherzigen und stets bei mir tragen.

“Was ich sagen will…lebt, liebt weiter…nie aufgeben…immer weiter kämpfen…und ganz viele gute Wünsche von mir zu euch….”

Chaoskatze

Ich habe einen traurigen Auftrag zu erfüllen.

Unsere Chaoskatze hat – wohl schon vor geraumer Zeit – eine Abschiedsbotschaft für Euch verfasst.

Sandra schreibt :

GOODBYE

anscheinend hat es doch nicht sollen sein….

Wenn ihr das hier lest, hat einer meiner Verwandten oder Freunde meine letzte Nachricht abgetippt.

Es kann sein, dass noch weiter geschrieben wird – über das, was passierte und noch weiter passiert, ich weiß es nicht. Das bleibt demjenigen überlassen, der sich dafür entschieden hat.

Was ich nur noch sagen will, ist ein ganz großes DANKE. Eure lieben Kommentare haben mir oft geholfen, neue Kraft zu finden und wieder einen Schritt weiter zu gehen. Durch euch wurde mir oft das Gefühl gegeben, dass es sinnvoll ist weiter zu kämpfen. Dass ich auch etwas Gutes tun kann, nicht nur die Gesellschaft Geld zu kosten. Und genauso habe ich von vielen von euch die Geschichten und Erlebnisse mit gelesen…

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Das Leben

Zunächst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die mir ihre Listen mit Lieblingsbüchern über all die verschiedenen Kanäle haben zukommen lassen. Es ist mittlerweile alles in einer Datenbank erfasst, allerdings noch nicht ausgewertet, weil …

… das Leben einfach dazwischen kam.
Etwa in dieser Reihenfolge:

Neuer (grauenvoller) Job.

Krankheit.

Trauer.

Baldiger Umzug.

Neuer Job.

Das war mal zusammengefasst das, was mich seit dem letzten Post beschäftigt hat. In all dieser Zeit habe ich lediglich ein Buch gelesen, es war “Baba Dunjas letzte Liebe” von Alina Bronsky und es war einfach wundervoll und hat mich für einige Stunden aus meiner Welt herausgeholt.

Aufgrund meiner Erkrankung ist das mit dem Lesen generell so eine Sache … und auch das Schreiben fällt manchmal schwer, wenn die richtigen Worte irgendwo im Kopf vorhanden sind, aber einfach nicht den Weg hinaus finden (ihr wollt nicht wissen, wie lange ich zum Verfassen dieses Posts gebraucht habe … von meiner momentanen Art, zu Sprechen, will ich lieber ganz schweigen).
Manches braucht einfach Zeit (leider bin ich nicht der geduldigste Mensch und muss diese Lektion jetzt lernen).
Es ist natürlich schon ein herber Schlag, wenn man so viele Jahre mit Sprache gearbeitet hat und dann derartige Probleme bekommt, die einen auch an der Ausübung des bisherigen Jobs hindern.

Aber wie immer im Leben, so gibt es auch hierbei eine positive Seite, nämlich eine komplette Umorientierung mit einem neuen, aufregenden Job (der eigentlich immer mein Traumjob war und bei dem ich nicht mehr glaubte, in diesem Leben noch einmal so eine Chance zu erhalten) und einem neuen, hoffentlich behaglichen, Zuhause.

Vielleicht habt ihr ja auch schon einmal schwere, dunkle Zeiten in eurem Leben durchstanden und habt Tipps für Bücher (nicht allzu dicke, bitte) und Hörbücher, die kleine Lichtblicke zaubern? Dann bitte immer her damit, denn ich kann – weiß Gott – Lichtblicke gebrauchen.

Ok, genug davon, das sollte kein mitleidheischender Post werden, sondern einfach nur eine kleine Erklärung, wieso die Auswertung so lange dauert und wieso es hier im Blog so still ist.

Passt gut auf euch und eure Lieben auf!

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[KapitelLiebe♡] Adriana Popescu/ Versehentlich verliebt

Heute erwartet euch an dieser Stelle wieder eine Gastrezension aus dem Bereich von der lieben Lisa aka KapitelLiebe ♡

Da es anscheinend notwendig ist, möchte ich betonen, dass Lisas Meinung und Bewertung allein ihre eigene ist und der der Blogbetreiberin weder entsprechen muss noch in irgendeiner Weise von mir gelenkt wird.

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“Kurz spiele ich mit den Gedanken, ihn mit meiner Reisetasche k.o zu schlagen, um dann mit dem Gepäckwagen Fahrerflucht zu begehen.”

Adriana Popescu: Versehentlich verliebt ©Piper Verlag

Klappentext:
Auf dem Weg nach Berlin bleibt die Reisebuchlektorin Pippa am Stuttgarter Flughafen hängen – und das ausgerechnet über die Feiertage! In der überfüllten Wartehalle lernt sie den ebenfalls gestrandeten Lukas aus Hamburg kennen, und schon bald erwärmt sein frecher Charme ihr chronisch gebrochenes Herz. Dann passiert es: Bevor Pippa es verhindern kann, hat sie sich versehentlich verliebt. Doch wohin geht die Reise für die beiden? Heute noch? Oder erst morgen? Denn der nächste Abflug kommt bestimmt …

Quelle: Piper

Cover:
Das Cover verrät schon mal, dass sich diese lockere Liebesgeschichte am Flughafen abspielt. Die Gestaltung und die Farbwahl ist eher schlicht gehalten, aber nicht zu blass. Es passt ziemlich gut und ist eher unauffällig.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist locker. Man kann das Buch fließend und entspannt lesen.

Inhalt:
Pippa möchte über Weihnachten zu ihren Eltern, doch ausgerechnet an den Feiertagen bleibt sie am Flughafen in Stuttgart hängen.
Schlimmer kann es für die Singlefrau eigentlich sowieso nicht mehr werden, da ihr Exfreund sie betrogen und ihr ein gebrochenes Herz beschert hat. Doch anscheinend meint ihr “Schicksalsbeauftragter” es gut mit ihr und schickt ihr den charmanten Lukas. Er konnte mit seiner frechen Art und seinen strahlendblauen Augen Pippas gebrochenes Herz in Windeseile höher schlagen lassen. Doch nach einem dummen Fehler kommt alles anders als erwartet!

Meinung:
Diese kurze Liebesgeschichte war schon sehr witzig, dennoch hat es sich an manchen Stellen gezogen. Mir verging manchmal die Lust am Lesen. Vielleicht liegt es daran, dass es nicht wirklich meinem üblichen Genre entspricht?!
Trotzdem hat mir die Protagonistin Pippa sehr gut gefallen! Sie war mit ihrer tollpatschigen, unperfekten Art und ihrem Liebeskummer authentisch, eben keine typische Heldin. Ja, ich konnte mich auch so manchmal mit ihr identifizieren. Ein paar Mal wurde ich auch etwas wütend auf sie, da sie ihrem Exfreund so sehr “hinterhergeheult” hat, obwohl er sie betrogen hat und sie ihn sogar dabei erwischt hat. Und immer wieder wollte sie ihn zurück haben, was für mich persönlich völlig unverständlich war.

Ansonsten hat mir diese kurze Liebesgeschichte zwischen Pippa und Lukas gefallen, vor allem aufgrund Pippas lustiger Gedankengänge.
Insgesamt fand ich die Protagonisten sehr sympathisch!

Fazit:
Dieses Buch ist etwas für alle, die gerne kurze Liebesgeschichten mit sehr viel Witz lesen.
Meins war es jetzt nicht einhundertprozentig, dennoch habe ich es so manches Mal genossen, in Pippas Kopf schauen zu dürfen und mitzulachen! :)

Ich gebe daher 3,5 Buchsterne. 3.5sterne

Eure Kapitel Liebe ♡

 

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Autorin: Adriana Popescu
Titel: Versehentlich verliebt
Verlag: Piper Taschenbuch (10. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492306362

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[KapitelLiebe♡] Amy Ewing/ Das Juwel – Die Gabe

Heute erwartet auch an dieser Stelle wieder eine Gastrezension aus dem Bereich Young Adult/Fantasy von der lieben Lisa aka KapitelLiebe ♡

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“Darf ich dir eine Frage stellen, Nummer 197?”, sagt Lucien leise. “Willst du dieses Leben?

Amy Ewing: Das Juwel ©Fischerverlage.de

Klappentext:
Violet lebt in Armut, aber sie hat
eine besondere Gabe.
Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist …

Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken.
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

Dieser überwältigende Fantasyroman entführt uns in eine Welt voller Glanz und voller Dunkelheit. Eine Welt, in der eine Gabe ein Fluch sein kann.

Quelle: Fischerverlage.de

Cover:
Das Cover ist ein echter Hingucker, einfach atemberaubend schön! Diese Farbe und das Glitzern laden zum Kauf ein. Als ich es in der Buchhandlung sah, war es Liebe auf den ersten Blick. Zuerst ein reiner Coverkauf.

Schreibstil:
Geschrieben wird aus Violets Sicht in der Ich-Form, es ist leicht und schnell zu lesen.

Inhalt:
Seit ihrem 12. Lebensjahr wird Violet Lasting in der Verwahranstalt auf ihr zukünftiges Leben als “Surrogat” vorbereitet. Denn Violet verfügt über besondere Kräfte, die sie als Leihmutter für die adligen Frauen des Juwels unschätzbar wertvoll machen, da diese selbst nicht schwanger werden können.
Doch Violet will dieses Leben nicht, viel lieber würde sie im Sumpf bei ihrer Familie, der sie gewaltsam entrissen wurde, bleiben, auch wenn das hieße, in Armut zu leben. Doch ihr Schicksal ist aufgrund ihrer Gene vorherbestimmt. Schon bald landet Violet als Surrogat in den Klauen der Herzogin, die mit teuren Kleidern und exquistitem Essen darüber hinwegtäuschen will, dass Violet ihre Sklavin ist.

Klingt das für euch auch so schrecklich wie für mich?
Dann willkommen in Violets Welt!
Seit ihrem 12. Lebensjahr weiß sie von ihrer besonderen Gabe und ihrem Schicksal, als Surrogat dienen zu müssen.

Sie muss das Kind für ihre neue Herrin austragen!
Doch Violet wehrt sich gegen dieses Schicksal und muss bald feststellen, dass sie nicht die Einzige ist, die gegen diese alte Tradition ankämpft.

Meinung:
Lasst euch vom glitzernden, mädchenhaften Cover des Buches nicht täuschen, dies ist ein dystopischer, grauenhafter Zukunftsauftakt voller Intrigen, Sklaverei, Hass und Tod, aber auch etwas Liebe.

Amy Ewing hat mich sofort in die Welt von Violet hineingezogen. Nach zwei Tagen lesen war ich so dermaßen geflashed, dass ich mich gar nicht mehr auf ein neues Buch konzentrieren konnte. Endlich mal wieder ein Buch, das mich durchgehend gefesselt hat.

Fazit:
“Das Juwel” ist eine klassische Jugenddystopie mit einer ungerechten Gesellschaft, einer jungen Heldin, die aufbegehrt und schwer dafür bezahlen muss.
Für Fans von “Die Tribute von Panem” ist es eine absolute Leseempfehlung!

5 von 5 Lesesterne ☆☆☆☆☆

Eure KapitelLiebe♡

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Autorin: Amy Ewing
Titel: Das Juwel – Die Gabe
Originaltitel: The Jewel
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (20. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421043
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 bis 17 Jahre

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[KapitelLiebe♡] Jennifer Wolf/ Morgentau – die Auserwählte der Jahreszeiten (Buch 1)

Heute erwartet auch an dieser Stelle wieder eine Gastrezension aus dem Bereich Young Adult/Fantasy von der lieben Lisa aka KapitelLiebe ♡


Klappentext:
Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat. Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen. Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben?

“Der Frühling bringt Blumen,
der Sommer den Klee.
Der Herbst bringt die Trauben,
der Winter den Schnee.”

Quelle: Carlsen

Jennifer Wolf: Morgentau (Buch 1)

Inhalt:
Die Welt liegt in Trümmern und Eis. So, wie wir sie kennen, existiert sie nicht mehr. Dennoch gibt es noch Leben auf einem Fleckchen Erde, was die Menschen nur der Göttin Gaia zu verdanken haben. Sie schuf eine Stadt, abgekapselt von all den todbringenden Krankheiten und Gifte, die sich die Menschen selbst zuzuschreiben haben.
Und dort lebt auch Maya. Alle 100 Jahre wird dort, von der Göttin Gaia höchstpersönlich, eine Hüterin auserkoren, die sich als Gefährtin für ein Jahrhundert an einen von Gaias Söhnen zu binden hat, den Frühling, den Sommer, den Herbst oder den Winter. Ein ganzes Jahrhundert mit einem Mann?
Maya, die neue Auserwählte der Jahreszeiten hat eine schwierige Wahl zu treffen, nämlich die für den richtigen Halbgott …

Schreibstil:
Der Schreibstil von Jennifer Wolf ist locker, aber auch gehoben, nicht zu umgangssprachlich. Ich konnte es dennoch flüssig und – vor allem – schnell lesen.

Cover:
Das Cover ist ja wirklich mal ein Hingucker. Sehr mädchenhaft und frisch, es lässt sofort auf eine fantasievolle Geschichte schließen.
Meinung:
Jennifer Wolf hat mich mit Mayas Geschichte ab der ersten Seite in ihr Bann gezogen!
Auf Anhieb wüsste ich nicht, je etwas Vergleichbares gelesen zu haben. Die Autorin besitzt für mich eine unglaublich ausgeprägte Fantasie, weshalb ich diese leicht dystopische und wahnsinnig fantastische Geschichte in null Komma nichts verschlungen habe. :)
Sie hat für mich eine vollkommen neue und einzigartige Welt erschaffen.
Und Nevis … hach, Nevis, der Winter, mit seinen unglaublichen traurigen Eisaugen! Ich gestehe, ich hab mich sofort in ihn und seine verschlossene Art verliebt! Bedingungslos und unwiderruflich! :D
Die Protagonistin Maya habe ich ebenfalls ins Herz geschlossen. Oft tat sie mir leid, hier und da musste ich sogar mit den Tränen kämpfen, bis der Damm dann doch am Ende endgültig gerissen ist und ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Ich kleine Heulsuse ;).

Auch die anderen Charaktere fand ich sehr gut dargestellt.
Die Erdgöttin Gaia war die Güte in Person und dennoch ehrfurchterregend. Sie war wie eine Mutter: Liebevoll und tadelnd zugleich.

Fazit:
Ich kann die Autorin nicht genug loben für ihr unglaubliches Buch!
Wer Fantasy mag, wird “Morgentau” lieben, und es, genauso wie ich, in die Glasvitrine für besondere Bücher einschließen und es jedes Mal beim vorbeigehen verträumt lächeln!
Kauft es! Mit aktuell 4,99€ ist der Preis kaum zu toppen.
Ich liebe es. ♡

5 von 5 Sternen ☆☆☆☆☆
(Aber im Herzen 100 Sterne!)
Lisa, Eure KapitelLiebe ♡


Autorin: Jennifer Wolf
Titel: Morgentau – die Auserwählte der Jahreszeiten (Buch 1)
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551314963
Empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


Alle weiteren Gastrezensionen von Lisa findet ihre hier: >>KapitelLiebe ♡<<

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Ein Kommentar

Bücher, die man gelesen haben sollte, die Fortsetzung: Eure Lieblingsbücher

Seit Herbst 2010 habe ich hier im Blog den Beitrag “100 Bücher, die man angeblich gelesen haben sollte” und es ist bis heute der am meisten aufgerufene und auch der am häufigsten kommentierte Beitrag. Bevor es auch hier noch mal losgeht, denn die Frage taucht immer wieder auf: Nein, NICHT ICH habe mir diese Liste ausgedacht, sie ist im Rahmen der ZDF-Sendung “Unsere Besten – die Lieblingsbücher der Deutschen” vom Oktober 2004 entstanden.

Das ist jetzt als über 11 Jahre her und auch wenn ich hier und da immer mal wieder solche Listen gesehen habe, so wirklich repräsentativ erschienen sie mir nicht. Warum also nicht selbst mal einen Versuch wagen?

So dann und wann habe ich ja schon mal über eins meiner Lieblingsbücher geschrieben, hier zum Beispiel über den Zauberer der Smaragdenstadt, hier über Das Buch der verlorenen Dinge oder hier über Schuld und Sühne.

Die Top 100 sind mir, um selbst eine Hitliste zu erstellen, etwas zu hoch gegriffen, aber die Top 20 oder Top 50 der beliebtesten Bücher in Bloggerkreisen könnte man doch mal versuchen. Oder was meint ihr?

Darum meine Bitte:

Nennt mir eure all-time-favorites! Eure liebsten 20 bis 50 Bücher aller Zeiten, Bücher, die euer Leben berührt haben und die ihr nicht mehr missen möchtet.
Bitte nicht einfach nur die zuletzt gelesenen Titel, denkt auch an das, was ihr vielleicht als Kind geliebt, was euch Oma oder Opa vorgelesen haben, denkt an die Bücher, die schon total zerfleddert und abgeliebt im Regal stehen.

Schreibt mir entweder an buchjunkie@alpenjodel.de oder kommentiert einfach hier unter dem Beitrag oder auch bei Facebook, natürlich könnt ihr auch gerne dazu schreiben, warum euch ausgerechnet das Buch so beeindruckt und geprägt hat. Ihr müsst allerdings nicht zwingend nach Wertung listen, das ist ja manchmal doch sehr schwierig.
Es könnte natürlich sein, dass der eine oder andere Kommentar danach mit einer Überraschung rechnen darf, aber dazu später, denn das hier soll kein Gewinnspiel oder dergleichen sein, es geht um EURE TOP-BÜCHER.

Ich werde dann nach Ablauf des Stichtags auch einen Beitrag zu meinen persönlichen Lieblings-50 machen, vorab mal eine kleine Auswahl auf dem Foto unten (und ausgerechnet meine zwei Lieblingsbücher ever sind gerade verliehen, nun ja …)

Lieblinge (und eine Katze)

Teilen und Retweeten ausdrücklich erwünscht!

Ich sammle eure Antworten bis zum 15.09.2015 30.09.2015 werde sie dann auswerten und das Ergebnis hier veröffentlichen.

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Sara Crowe/ In ziemlich bester Gesellschaft

Wenn die Mutter sich umgebracht hat und der Vater ratzfatz eine Neue hat, dann ist es gut, wenn man exzentrische Tanten hat, zu denen man flüchten kann. Tante Coral lebt auf Schloss Egham, gemeinsam mit einem schönen Admiral und der frechen Delia, meist sitzen sie im Wintergarten, futtern Häppchen, schlürfen Cocktails. Drei Bohemiens – die für Sue, das unglückliche Halbwaisenkind, jetzt genau die richtigen Freunde sind.
Sue will Schriftstellerin werden, wäre da nicht das kleine, wenn auch charmante Problem mit den Wortverwechslungen. Manchmal kommen eben einfach nicht die richtigen Worte, aber das wird sie nicht an ihrem Traum hindern, und dieses dämliche unglücklich Verliebtsein, dieses dämliche Erwachsenwerden und schon gar nicht diese dämlichen Lebenslügen, die Sue nach und nach im Leben ihrer Eltern und ihrer drei Bohemiens aufdeckt.

“In ziemlich bester Gesellschaft” ist einerseits eine klassische Coming-of-Age-Geschichte, bisweilen seicht, heimelig, wohlig, unaufgeregt. Bisweilen dann allerdings auch aufregend und überraschend. Der Tagebuchstil, wobei im Buch selbst viel vom Commonplace Book* gesprochen wird, gefällt mir sehr gut.

* Commonplace Book: eine Art Tagebuch, ähnlich einem Scrapbook. Es sollten nicht nur Erinnerungen, sondern auch Bilder und Sprüche gesammelt werden.

“Der italienische Dichter Giovanni Rucellai, der mit dem Zibaldone eines der ersten Tagebücher dieser Art erstellte, beschrieb es als ‘Salat aus verschiedensten Kräutern’.
Im Commonplace Book versammelten sich Zitate und Kommentare, dazu Lieblingsgedichte, Sprichwörter, Briefe, ja sogar Kochrezepte.
Ein ganz persönliches Buch des Lebens.”

Mir gings zunächst ein wenig so wie Madame Miez. Ich beäugte das schrill rote, mit rosa Seitenberandungen verzierte Buch skeptisch.

Sara Crowe/ In ziemlich bester Gesellschaft ©buchjunkie.wordpress.com

Doch einmal begonnen, war es schwer, es wieder aus der Hand zu legen …

Sara Crowe: In ziemlich bester Gesellschaft ©buchjunkie.wordpress.com

… und so lasen wir und lasen und freuten uns, weil das Buch irgendwie einen beruhigenden, wärmeligen Touch hat, der sich beim Lesen übertrug.

Sara Crowe: In ziemlich bester Gesellschaft ©buchjunkie.wordpress.com

An einigen Stellen im Buch musste ich noch erst die Seiten auftrennen – eine Sache, die ich über alles liebe, die ich damit verbinde, dass sich mir nun ein Text zeigen wird, den so noch niemand gelesen hat. Ja, stimmt bei diesem Buch nur bedingt, aber bei den Büchern in den Bibliotheken, in denen ich gearbeitet habe, war es tatsächlich so, dass sich mit dem Aufschneiden der Seiten ein Geheimnis lüftete. So empfand ich es irgendwie auch bei diesem Buch.

Dieser Text in einer anderen Gestaltung, Bindung, Cover hätte mich nie so erreicht, das geb ich zu.

Aber das Cover sprang mich an, das Seitenaufschneiden weckte wunderbare Erwartungen und Erinnerungen, und in all dem dann der Text, dieser wärmende, leicht verdauliche, dennoch zu Herzen gehende Text mit seinen oft sehr leisen Tönen – all das schuf ein wunderbar harmonisches Leseerlebnis, und noch jetzt, wenn ich auf das Buch im Regal gucke, breitet sich so eine angenehme Ruhe in mir aus.

Dieses Gesamtpaket bekommt von mir fünf Sterne.

5sterne

Autorin: Sara Crowe
Titel: In ziemlich bester Gesellschaft
Originaltitel: Campari For Breakfast
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
gelesen auf: Deutsch
ISBN-13: 978-3453580503

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[KapitelLiebe♡] Colleen Hoover/ Weil ich Will liebe

Gastrezension von Lisa [KapitelLiebe♡]

*** Ich möchte euch darauf hinweisen, dass ihr diese Rezension erst lesen solltet, wenn euch Band 1 “Weil ich Layken liebe” schon bekannt ist, da Spoiler vorhanden sind. ***

Colleen Hoover: Weil ich Will liebe

Klappentext:
Es ist jetzt über ein Jahr her, dass Will Layken zum ersten Mal begegnet ist. Und ihre Liebe scheint täglich stärker zu werden. Doch als Will im neuen Studienjahr auf seine Ex-Freundin Vaughn trifft, beschließt er, Layken nichts davon zu erzählen. Ein fataler Fehler, denn als Layken die beiden zufällig sieht, missversteht sie die Situation.

Quelle: DTV



*** Ich möchte euch darauf hinweisen, dass ihr diese Rezension erst lesen solltet, wenn euch Band 1 “Weil ich Layken liebe” schon bekannt ist, da Spoiler vorhanden sind. ***



Über ein Jahr ist vergangen, seit Laykens Mutter an Lungenkrebs verstorben ist. Will und Layken ziehen ihre kleinen Brüder gemeinsam auf und spielen ihre Elternrolle großartig.
Dennoch erleben sie angesichts dieser Verantwortung auch ihre Nachteile. Die Erziehung von fast 11-jährigen Jungs kann nicht einfach sein …
Will geht wieder zur Uni, wo er überraschend auf seine Ex-Freundin Vaughn trifft, die ihn kurz nach dem Tod seiner Eltern verlassen hat.
Da er Layken nicht unnötige Probleme machen will, verschweigt er es ihr.
Doch sie bekommt es kurz vor einem romantischen Date mit Will heraus, und stellt sofort die Beziehung und Wills Gefühle infrage.
Das bitterschmeckende Leben stellt sich ihnen wieder mit aller Kraft entgegen.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie gewohnt sehr locker und jugendlich. Das Buch liest sich flüssig, weshalb man auch nicht allzu lange braucht, um es durchzulesen.

Meinung:
Zu Beginn ertappte ich mich oft dabei, dass ich dachte, ich würde aus Laykens Sicht lesen. Der Wechsel der Sichtweise war eine ganz schöne Umstellung. Immer wieder musste ich mich daran erinnern, dass es Will ist, der hier die Liebesgeschichte erzählt.
Trotzdem hat es mich sehr gefreut, in Wills Kopf sehen zu dürfen, denn seine Gedanken waren oft amüsant und brachten mich zum Lachen.
Die Nebencharaktere sind ein Traum, allen voran Kiersten. Sie ist das neue Nachbarsmädchen, mit dem sich Kel und Coulder angefreundet haben, Kel noch ein bisschen mehr als Coulder.
Und “verschmetterlingt” nochmal, musste ich über dieses Mädchen lachen! (“Schmetterling” ist übrigens ein Insider in dieser wundervollen Familie.)
Auch Kirstens Mutter Sherry hat sich still und heimlich in mein Herz geschlichen, da ihre Art so mütterlich und fürsorglich ist.

Es gab allerdings auch Nebencharaktere, die ich am liebsten eigenhändig verprügelt hätte.
Zum Beispiel Vaughn und Reese. Ganz besonders Vaughn.
Bei ihr stellen sich immer noch meine Nackenhaare zu auf!
Warum? Lest es selbst! :)

Poetry Slam ist erneut ein wichtiger Bestandteil des Buches, worüber ich mich sehr gefreut habe, da mich die Texte so berührt haben.
Jedes Kapitel fängt mit einem Eintrag aus Wills Tagebuch an, was ich einfach wunderschön fand!

Das Cover lädt wieder zum Kaufen ein, da es schön knallig und jugendlich gestaltet ist.

Fazit:
Colleen Hoover versteht es wirklich, die Gefühle ihrer Leser auf Achterbahnfahrt zu schicken.

Kauft das Buch und lest es!!! :)

“Weil ich Will liebe” ist eine wundervolle, gleichzeitig auch ein wenig traurige Fortsetzung von “Weil ich Layken liebe”.

Noch Ende Juli kommt der dritte Teil der romantischen Liebesgeschichte von Layken und Will raus und heißt “Weil wir uns lieben”. Auch diesen Teil werde ich mit Freuden inhalieren! :)

5 von 5 Sternen ★★★★★

Eure KapitelLiebe♡ :)

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Camilla Grebe/ Åsa Träf: Die Therapeutin

Siri Bergmann ist Psychotherapeutin und arbeitet gemeinsam mit ihrer besten Freundin in einer Gemeinschaftspraxis in Stockholm. Täglich befasst sie sich mit den teils grauenerregenden Schicksalen und Geschichten ihrer Patienten und hilft ihnen, ihr Leben in den Griff zu bekommen.
Doch sich selbst hat Siri längst nicht mehr im Griff. Erst musste sie den Verlust ihres Babys verkraften, kurz danach kam ihr Mann bei einem Tauchgang in vertrautem Revier ums Leben.
Siri hat panische Angst vor der Dunkelheit, trinkt zu viel, versucht, sich mit Arbeit von ihren eigenen traumatischen Erlebnissen abzulenken, und sie lebt einsam und abgeschieden in dem kleinen Haus am Meer, das sie mit ihrem Mann zusammen renoviert hat. Sie liebt das Haus, es erinnert sie an Stefan, sie will es nicht verlassen, obwohl es einen weiten Weg zur Arbeit bedeutet und obwohl es sie nachts schutzlos und einsam macht. Ihr einziger Gefährte ist ihr Kater, der ihr nachts Sicherheit gibt, während tagsüber ihre Kollegin und beste Freundin Aina versucht, Siri von ihrem tristen Leben abzulenken.Ihre Patienten vertrauen Siri – bis eine von ihnen plötzlich einen Warnbrief erhält und die Therapie abbricht. Dann verschwindet der Kater, und die Leiche eben jener Patientin taucht in der abgelegenen Bucht vor Siris Haus auf …

Vorweg: Normalerweise bekommen Rezensionen bei mir ja auch ein Bildchen vom Cover verpasst, sieht einfach netter aus und ganz ehrlich, so eine Rezension ohne Bild ist schon irgendwie nackt – in diesem Fall müsst ihr leider darauf verzichten, denn seitdem ich das Buch ausgelesen und allen davon vorgeschwärmt habe, ist es im Umlauf. Nach meiner Mutter und meiner Schwester hat es zwei Freundinnen besucht und ist nun aktuell bei der Mutter einer dritten Freundin zu Gast. Wir haben nun alle ein wenig Probleme mit der Dunkelheit, aber hey, für gute Bücher nimmt man das mal in Kauf. Und ihr bekommt dafür den scary Blick meiner Neugierkatze (die mich demletzt so manche Nacht wegen gruseliger Dinge um den Schlaf brachte)

alleswissenwollenCat ©buchjunkie.wordpress.com

Zuallererst mal: Puh. Nein, das reicht nicht: PUH.
Ich habe wirklich seit sehr langer Zeit keinen Spannungsroman mehr gelesen, der mir den Schlaf geraubt hat und der mich am Abend noch dreimal durch die Wohnung tigern ließ, um nachzusehen, ob auch wirklich alle Türen und Fenster verschlossen sind.

Die Autorinnen Camilla Grebe und Åsa Träf sind Schwestern, eine Psychologin, die andere in der Buchbranche tätig – und die beiden verstehen wirklich ihr Handwerk.
In manchen Rezensionen las ich, im Vergleich zu anderen Skandinavien-Thrillern seien diese Bücher lahm, das kann ich so nicht bestätigen. Camilla Grebe und Åsa Träf haben es geschafft, mich nicht nur emotional wirklich zu packen, sondern meine Urängste zutage zu holen; so etwas habe ich schon lange nicht mehr bei einem Buch erlebt.
Ich hab mit Siri so sehr mitgefühlt, mitgebangt, wollte nicht wahrhaben, was offensichtlich war … rundum ein nahezu perfektes Leseerlebnis.

Noch dazu bei einem Buch, das eigentlich gar nicht eingeplant war!
Ich reise ja seit einiger Zeit öfter mal durchs Land, stand an einem Bahnhof, wartete auf meinen viel zu verspäteten Zug, hatte die geplante Reiselektüre beendet –  und da lachte mich das Cover mit dem heimeligen Häuschen geradezu an (ja, ok, der 5€-Superrabatt half auch ;) ), also kam das Buch mit, und noch im Zug war ich gefesselt. Der Weg durchs dunkle Berlin in meine leere Wohnung war dann eher weniger lustig, zu sehr war ich schon gefangen in dieser Geschichte der Verluste und Ängste, in der die Gefahren aus den unangeahnten Ecken kommen und stets im Dunkeln hervortreten. Ja, ich gebe sogar zu, meine allererste Tat nach dem nach Hause kommen war, die Katzen zu zählen. Man weiß ja nie. Und danach musste ich das Buch noch in derselben Nacht zuende lesen, denn ich hätte ohnehin kein Auge zubekommen.

Ich steh auf Thriller, auf Horror, auf Splatter – aber dieser kleine, unerhoffte schwedische Krimi, der doch eher seichter Natur ist und ohne überzogene Gewalt auskommt, dieser kleine Krimi hat mich wieder das Fürchten gelehrt. Ich ziehe meinen Hut vor den Autorinnen und diesem Erstlingswerk, das ich rundum gelungen finde.

Und, Confession No. 2: Zum ersten Mal würde ich rasend gerne ein Autorinnen-Interview führen, denn dieses Schwesternpaar schreibt nicht nur spannend, sondern scheint auch sonst einiges auf dem Kasten zu haben.
Fünf Sterne:
5sterne

 

Autorinnen:Camilla Grebe/ Åsa Träf
Titel: Die Therapeutin
Originaltitel: Någon sorts frid
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: btb Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442746781

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